Büchergeld: Einsammeln kostet die Bayern 14.000 Schulstunden
Lehrer sehen den Aufwand "in keinem Verhältnis zum Ergebnis"
Mehr zu: Büchergeld, Datenschutz, Lehrerarbeitszeit, Lernmittelfreiheit(bikl/pnp/lby). Die erstmalige Erhebung des Büchergeldes hat in Bayern rund 14.000 Schulstunden in Anspruch genommen. Die Passauer Neue Presse berichtet von einem entsprechenden Umfrageergebnis des Bayerischen Philologenverbandes (BPV). An den meisten Schulen habe es auch wegen mangelnden Datenschutzes Beschwerden gegeben, habe der BPV mitgeteilt.
Weil es unsozial und datenschutzrechtlich problematisch sei, habe der Verbandsvorsitzende Max Schmidt erneut gefordert, das Büchergeld wieder abzuschaffen. "Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis", sagte Schmidt. Schüler und Lehrer hätten in mehr als der Hälfte der bayerischen Schulen jeweils mehr als 50 Stunden damit verbracht, die erforderlichen Formulare auszufüllen. So brauchten rund 40 Prozent der Klassenleiter mehr als eine Schulstunde zum Einsammeln des Büchergeldes. Das habe bayernweit zu einem Zeitaufwand von insgesamt 14.000 Schulstunden geführt.
Dieser hohe Zeitaufwand hängt nach Ansicht des Philologenverbandes auch damit zusammen, dass die Eltern nur an rund einem Drittel der Schulen bargeldlos zahlen konnten. Die neuen Arbeitszeitregelungen belasteten die Lehrer ohnehin schon sehr stark. Und allemal, so der DPV, sei die Ansicht des Kultusministeriums wiederlegt, dass die die Erhebung des Büchergelds kaum Probleme bereite.
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