(bikl) Nach den ersten Ergebnissen von TIMSS und PISA war eines klar: Der deutsche Schulunterricht muss besser werden. Dafür hat sich die Kultusministerkonferenz seit Dezember 2003 auf nationale Bildungsstandards für die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und die erste Fremdsprache verständigt. Die zentrale Frage ist nun: Welche Folgen hat das für den Unterricht und wie können die Kompetenzen der Schüler wirklich gefördert werden?
Hilfestellung dafür können die Schulen vom IQB erwarten. Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) wurde 2004 als wissenschaftliche Einrichtung an der Humboldt Universität in Berlin gegründet. Neben der Weiterentwicklung der Bildungsstandards soll das IQB Schulen dabei zu unterstützen, die Bildungsstandards im Unterricht zu implementieren. Dazu gehören auch umfangreiche Aufgabensammlungen für den Unterricht.
„Wir haben die Chance, Ziele die wir vorgeben, mit dem Unterricht zu verknüpfen“, erklärte der Leiter des IQB Prof. Dr. Olaf Köller während der ersten Reckahner Bildungsgespräche, wo er über den Stand der Arbeit und konkrete Beispiele aus den Aufgabensammlungen berichtete.
„Wir wollen bewusst Aufgaben verwenden, die anders aussehen als Testaufgaben“, so Köller weiter. Und das seien Aufgaben „mit einer höheren Komplexität, die multiple Kompetenzen aktivieren sollen“.
Köller machte beispielhaft am Grundschulunterricht im Fach Mathematik deutlich, wie die Bildungsstandards „didaktisch fruchtbar“ umgesetzt werden können und zeigte, wie sich beim Fremdsprachenlernen Lernprozesse anhand von komplexen Rahmenaufgaben entwickeln. Interessant, so Köller, seien Aufgaben die für alle Schüler geeignet seien, nämlich solche, die „zwischen den wirklich Leistungsstarken und nicht so Starken differenzieren“.
Die Zusammenfassung seines Vortrags hat Prof. Köller bildungsklick.de zur Verfügung gestellt (.pdf-Format).
Aufgabenbeispiele finden sich auch auf den Seiten des IQB.