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Intelligent Design oder Survival of the Fittest?

WPK-Hintergrundgespräch zum Thema Kreationismus

Mehr zu: Auslese, Deutschland, Naturwissenschaften, Unterrichtsmaterial, Sonderthemen
22.09.2006 -

(bikl/idw) Erst in dieser Woche hatte sich ein Dokumentarfilm auf Arte mit dem Kreationismus an deutschen Schulen beschäftigt und über zwei Schulen in Hessen berichtet, in denen die Lehre der Kreationisten bereits auf dem Unterrichtsplan steht. (bildungsklick.de berichtete darüber) Jetzt hat die Wissenschafts-Pessekonferenz zu einem Hintergrundgespräch zum Thema eingeladen.

Ist das Intelligent Design nur ein Thema in den USA und in Großbritannien? Gibt es auch in Deutschland Diskussionsbedarf? Das soll in dem Hintergrundgespräch geklärt werden.

Teilnehmer sind:

Prof. Dr. Reinhold Leinfelder, Generaldirektor des Museums für Naturkunde der Humboldt-Universität Berlin
Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie, Universität Kassel
Prof. Dr. Horst Bayrhuber, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften an der Universität Kiel
Prof. Dr. Ulrich Lüke, Lehrstuhl für Systematische Theologie, RWTH Aachen
Moderation: Dagmar Röhrlich

Kreationismus (von lat. creare = erschaffen) bezeichnet die Vorstellung, Gott habe das gesamte Universum - also auch Pflanzen, Tiere und Menschen - nach einem vorab festgelegten Plan erschaffen. Und zwar in sieben Tagen, so wie es die Bibel beschreibt. Eine nachträgliche Differenzierung oder Ausformung soll nicht stattgefunden haben. In krassem Gegensatz dazu steht die Evolutionstheorie Charles Darwins. Sie geht von einem viele Millionen Jahre währenden Prozess aus, in dem sich vom Einzeller bis zum Menschen die gesamte belebte Natur nach dem Grundsatz "Survival of the Fittest" entwickelt hat und sich noch weiter entwickelt.

Den stärksten Zuspruch erfährt der Kreationismus in den USA, dort vor allem von fundamentalistisch religiösen Kreisen, deren Mitglieder seit geraumer Zeit ihre Vorstellungen auch in öffentlichen Schulen vermitteln wollen. Diesem Ziel sind sie mittlerweile mit einer Weiterentwicklung des klassischen Kreationismus näher gekommen. Intelligent Design (ID) heißt sie und sie geht davon aus, dass bestimmte Merkmale des Universums und Lebens am besten durch eine "intelligente Ursache" erklärt werden können und nicht durch den ungeleiteten Vorgang einer natürlichen Selektion. Ein personalisierter Gott ist nicht mehr zwingend notwendig.

Damit erhebt das Intelligent Design aber auch den Anspruch, eine wissenschaftliche Theorie zu sein, die gleichwertig mit der Evolutionstheorie im Biologieunterreicht an amerikanischen Schulen gelehrt werden soll.

Das WPK-Hintergrundgespräch findet statt am Dienstag, 26. September 2006 um 19 Uhr im Neuen Senatssaal, Universitätshauptgebäude (Gebäude 100), Albertus-Magnus-Platz, 50931 Köln.

Link

Wissenschafts-Pressekonferenz

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