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Jugendforscher Heitmeyer unterstützt Schülerdatei

"Sofern Daten helfen, soziale Probleme zu steuern"

30.09.2006

(bikl) Sofern der Datenschutz gewährleistet ist, unterstützt der Bielefelder Jugend- und Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer die Pläne der Kultusministerkonferenz zur Einführung einer Schülerdatei.

Heitmeyer sagte den Stuttgarter Nachrichten am Wochenende: "Das Kriterium muss sein, ob uns die Daten helfen, soziale Probleme unter Jugendlichen zu steuern. Es gibt schon jetzt Anzeichen dafür, dass die Verarmungstendenz von Migrantenfamilien zunimmt, dass sie aus sozialen Brennpunkten nicht herauskommen und dass sich in einigen deutschen Großstädten das Verhältnis von Mehrheit und Minderheit ändert."

In dem Bildungsregister sollen anonymisiert die unter einer persönlichen Identitätsnummer erfassten Angaben zum Herkunftsland, zur Sprachkompetenz und Schulproblemen der Schüler erhoben werden.

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