Medienpädagoge gegen Verbot von "Killerspielen"
Nichts anders als "Räuber und Gendarm auf dem Bildschirm"
Mehr zu: Fachhochschule, Gewalt in der Schule, Killerspiele, Medienkompetenz, Sonderthemen(bikl/ots) - In der Diskussion um brutale Computerspiele hat der Medienpädagoge der Fachhochschule Köln, Prof. Winfred Kaminski, ein Verbot entschieden abgelehnt.
Im "ZDF-Mittagsmagazin" am 5. Dezember 2006 sagte der Wissenschaftler: "Ich halte ein Verbot für sehr schädlich." "Wir können in einer demokratischen Gesellschaft nicht, wenn Dinge einer Gruppe nicht passen, alles verbieten", begründete Kaminski seine Ablehnung einer entsprechenden gesetzlichen Regelung.
Statt dessen, so Kaminski, müsse man die Jugendlichen ernst nehmen, und zwar sowohl in ihrem Anspruch selbst zu entscheiden, als auch im Bereich der eigenen Mündigkeit. Zudem schreibt Kaminski der Medienkompetenz der Eltern eine besondere Rolle zu. Eltern sollten sich daher informieren, was ihre Kinder am Computer spielten, indem sie nachfragten, nachschauten oder die entsprechenden Infomöglichkeiten nutzen. Die Bundeszentrale für Politische Bildung in Berlin beispielsweise liefere entsprechende Informationen, so Kaminski im "ZDF-Mittagsmagazin".
Zu dem viel diskutierten "Killerspiel" Counterstrike sagte Kaminski, das sei "sozusagen Räuber und Gendarm auf dem Bildschirm". Dass da virtuell geschossen werde, dass da virtuell Explosionen stattfänden, das "ist nicht viel anders als das, was uns 'Casino Royal' und James Bond aktuell auf der Leinwand zeigen".
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