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Vorlesungen als Podcast

Hamburger Hochschulen gründen Podcast-Plattform

Mehr zu: Berufsorientierung, E-Learning, Hamburg, Medienkompetenz, Hochschule
19.01.2007 -

(bikl) Sechs Hamburger Hochschulen haben ein bundesweit einmaliges Pilotprojekt gestartet. Unter www.podcampus.de werden Vorlesungen und Veranstaltungen aus den öffentlichen Hamburger Hochschulen als Audio- und Videodateien, so genannte Podcasts, angeboten.

Die Inhalte für die Podcasts auf Podcampus liefern Lehrende und Dozenten. Technische Unterstützung und Beratung bietet das Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) mit einem eigenen Produktionsstudio.

Die neue Plattform Podcampus ist die erste dieser Art. Deutsche Hochschulen bieten zwar vereinzelt Zugriff auf Vorlesungen als Podcasts an, aber der Zusammenschluss von Hochschulen eines Landes auf einer Plattform ist neu. Dr. Ulrich Schmid, Geschäftsführer des MMKH, glaubt, dass Studierende, deren Medienalltag von Internet, Blogs und YouTube geprägt ist, auch an den Hochschulen einen flexiblen und mobilen Zugriff auf Inhalte erwarten. "Podcampus ist genau die richtige Plattform für die iPod-Generation und schafft außerdem neue Möglichkeiten für das Marketing der Hochschulen", sagt Schmid.

Jeder Hochschuldozent hat die Möglichkeit, Seminare oder Vorträge bei Podcampus einzustellen. Bisher ist auf diesem Portal eine Auswahl an Vorträgen aus den Hochschulen zu finden. Darunter das Thema "Ecological Sanitation" von Prof. Dr. Otterpohl, Technische Universität Hamburg-Harburg, Prof. Dr. Jens Weidner von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) zur "Peperoni-Strategie für Frauen" und Prof. Dr. Manfred Pohl von der Universität Hamburg über das Studienfach Japanologie. Im laufenden Wintersemester wurden außerdem bereits zwei komplette Vorlesungsreihen bei Podcampus eingestellt: "Existenzgründung Teil 2" bietet Themen für potenzielle Gründer ebenso wie für junge Unternehmen. Die Reihe "Was, wie, wofür studieren" verschafft Einblicke in verschiedene Studienfächer und hilft bei der Berufsorientierung.

Am Projekt beteiligt sind die Universität Hamburg, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Hochschule für bildende Künste, die Hochschule für Musik und Theater sowie die HafenCity Universität.

1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Georg Hufnagel, am 08.11.2007, 19:52

ttt.uni-trier.de/lectures.html

Ein alter Hut ist es nicht, aber freie Vorlesungen gibt es schon länger. Gesetzgeber und Universitätsräte sollten sich überlegen ob die Freiheit von Forschung und Lehre nicht zugleich auch die Verpflichtung mit sich bringt dem ganzen Volk via Internet alle Ergebnisse frei zugänglich zu machen. Mag sein, dass dies dem Verlagswesen das Genick bricht und die die fast alles besitzen jetzt anfangen zu schwitzen, aber es erscheint mir als die einzige Möglichkeit jedem der willens ist wenigstens eine Chance zu geben sich zu bilden. Vergessen wir nicht, dass Bildung nicht nur langfristig die einzige Waffe gegen Krieg, Hunger und Unterdrückung ist, sondern auch und gerade für Deutschland das einzig wahre Kapital. Es wird uns führen: vom Fressen zur Moral.


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