Hamburger Bildungssenatorin will zweigliedriges Schulsystem
"Die Gesamtschule war Etikettenschwindel"
Mehr zu: Bildungswesen, Deutschland, Gemeinschaftsschule, Gesamtschule, Gymnasium, Hamburg, Hauptschule, Realschule, Schulstruktur, Stadtteilschule, Schule(bikl/dr) Die Hamburger Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) hat die Pläne der Hamburger CDU für ein zweigliedriges Schulsystem aus Stadtteilschule und Gymnasium in der Hansestadt verteidigt.
"Wir brauchen ein inhaltlich neues ineinander greifendes Konzept, um wirklich jeden Schüler mitzunehmen", erklärte Dinges-Dierig im Deutschlandradio Kultur. In der geplanten Stadtteilschule könnten die Schulabschlüsse erworben werden, die im deutschen Bildungswesen möglich seien. Zudem ermögliche die Mischung der verschiedenen Lehrkräfte eine bessere Betreuung und Förderung der Schüler.
Zu den Plänen für diese Reform des Schulsystems hätten auch die negativen Erfahrungen mit der Gesamtschule beigetragen, so Dinges-Dierig weiter: "Wir wissen heute, dass die Gesamtschule, die in den 70er Jahren eingeführt wurde, ein Etikettenschwindel war und ist."
Auch in anderen Bundesländern gebe es ähnliche Entwicklungen wie in Hamburg. In den Großstädten sei heute schon zu erkennen, dass die Hauptschule keine Akzeptanz mehr habe. "Es wird sich auch hier etwas bewegen, die Haupt- und Realschulen werden vermutlich dort in diesen Städten auch zusammengefasst."
Gleichzeitig sprach sich Dinges-Dierig gegen die Einführung einer "Einheitsschule" aus. Erfahrungen aus Frankreich, England und Amerika hätten gezeigt, dass sich private Ausweichsysteme gebildet hätten. Die Einheitsschule sei kein Weg, wenn alle Schüler gefördert werden sollten, so Dinges-Dierig.
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