"Bereits einen fünfjährigen Schüler sozusagen per Chip zu erfassen und ihn dann über seinen ganzen weiteren schulischen Lebensweg zu begleiten," das hat Niedersachens Kultusminister Bernd Busemann jetzt gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung abgelehnt.
Busemann nahm damit vorab Stellung zur Absicht der Kultusministerkonferenz (KMK), am Mittwoch dieser Woche die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern mit der Entwicklung von Vorschlägen für eine bessere Bildungsberichtserstattung zu beauftragen. Er halte diese Form der Datenerhebung für überflüssig, so der Minister, denn der Kenntnisstand über das Schulwesen sei durch Studien wie PISA bereits gut gesichert.
Im Oktober 2006 hatte die KMK die Einrichtung einer Schülerdatei beschlossen, in der unter individuellen Identitätsnummern schulbegleitende Daten aller Schüler unabhängig von Schule und Wohnhort gesammelt werden sollen.