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Beruf nicht nur wegen guter Aussichten wählen

Verband beklagt falsches Bild vom Ingenieur-Beruf

Mehr zu: Studienwahl, Hochschule
28.03.2007 -

(bikl/ots) Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) warnt davor, allein wegen der guten Berufsaussichten den Ingenieursberuf zu ergreifen. "Wer in der Oberstufe Mathe und Physik abgewählt hat, sollte es sein lassen", sagt Sascha Hermann, Bereichsleiter Beruf und Gesellschaft beim VDI der ZEIT.

Viele Studenten, die kein echtes Interesse an Technik hätten, würden das Studium früher oder später abbrechen. Den Fachkräftemangel führt Hermann dennoch teilweise auf ein falsches Bild vom Ingenieur zurück und rät: "Wir müssen weg vom 'Schrauber mit Diplom'-Image." Die Bedeutung der Informationstechnologie habe in allen Ingenieurberufen stark zugenommen.

Um mehr Frauen für den Ingenieurberuf zu begeistern, fordert Hermann mehr vernünftige Teilzeitmodelle. "Wenn eine junge Mutter zwei Kinder hintereinander bekommt und sechs Jahre aus dem Beruf raus ist, ist sie von der technologischen Entwicklung abgekoppelt", sagt Hermann. Die derzeitigen Teilzeitmodelle seien "oft Feigenblätter". Weiterbildung und Integration in den Betrieb müssten auch in der Elternzeit stattfinden.

Nach Angaben des VDI gibt es derzeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt 20 000 offene Stellen für Ingenieure. Gleichzeitig ist die Absolventenzahl in den Ingenieurberufen seit sechs Jahren rückläufig. Besonders in den Branchen Maschinenbau, Elektroindustrie und Bauwesen werden Fachkräfte gesucht.

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