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In Bayern mehr Aushilfslehrer

Schulen sollen Vertretungspools mit Ersatzlehrern bilden

18.04.2007

(bikl) Mit Vertretungslehrern will Bayern jetzt Unterrichtsausfälle an den Schulen verhindern. Demnach soll jede Schule Geld erhalten, mit der sie eigenständig neue Lehrer einstellen kann. Dieses Konzept von Kultusminister Siegfried Schneider wurde vom Kabinett gebilligt.

Ziel sei es, so Schneider, künftig eine Unterrichtsgarantie geben zu können. Greifen soll das Konzept zum neuen Schuljahr. Demnach ist vorgesehen, dass alle Schulen Vertretungspools mit Ersatzlehrern bilden sollen. Ersatzlehrer können Lehrer in Eltern- oder Altersteilzeit sein oder auch Naturwissenschaftler und Theologen.

Schulen können demnächst mit den Arbeitsagenturen vor Ort Kontakt aufnehmen, um Aushilfslehrer zu bekommen. An Berufsschulen sollen auch Meister oder Techniker eingesetzt werden. Die Opposition kritisierte das Konzept. So sprach Hans-Ulrich Pfaffmann von der SPD von "Flickschusterei", Ziel müsse es sein, Lehrer langfristig einzustellen und Simone Tolle von den Grünen kritisierte die Initiative als "unzulängliche Pfuscherei".

In Hessen läuft bereits seit diesem Schulhar ein ähnliches Projekt: "Unterrichtsgarantie plus", das vom Ministerium als erfolgreich bezeichnet wird, während Kritiker erklären, das Modell sei eine Billiglösung und entwerte den Lehrerberuf.


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