Wege aus der Hauptschulkrise
Schulpädagoge fordert gemeinsame Bildung für alle Kinder
Mehr zu: Hauptschuldiskussion, Hauptschule, Lehrerbildung, Schulstruktur, Sekundarschule, Schule(bikl.de) Ein wohnortnahes gemeinsames Bildungsangebot von der Vorschule bis zum ersten Sekundarabschluss für alle Kinder und Jugendlichen hat jetzt Prof. Dr. Karl G. Zenke gefordert.
In seinem Beitrag "Wege aus der Hauptschulkrise" im Forum Kritische Pädagogik setzt sich der emeritierte Lehrstuhlinhaber für Schulpädagogik an der PH Ludwigsburg vehement für eine "Schule für alle" ein.
Pädagogische Reformen müssten allen Kindern ein gemeinsames, förderliches, vertrauensvolles und angstfreies Lernen ermöglichen, ihre individuellen Potenziale in ganzer Breite entwickeln und die Ausbildung persönlicher Berufs- und Lebensentwürfe geduldig und kompetent unterstützen, schreibt Zenke.
Als organisatorischer Rahmen werde immer öfter ein System mit den Stufen ein- oder zweijährige obligatorische Vorschule, sechsjährige integrierte Grundschule und vierjährige profilierende Sekundarschule diskutiert. Dabei müssten alle Sekundarschulen eigenständig entscheiden können, welche Bildungsprofile sie bis hin zum Übergang in die Hochschulen anbieten.
Heterogenität als Bildungschance
Die "Schule für alle", müsse das Wissen um die schlechterdings immer gegebene Heterogenität von Lerngruppen endlich als Bildungschance begreifen, für die Entfaltung individueller Stärken, für kooperative Arbeitsprozesse, für die Entwicklung sozialer, emotionaler und kommunikativer Kompetenzen, für interkulturelle Verständigung, für moralische Erziehung und politische Bildung. Die "Schule für alle" werde auch durch die Vernetzung mit berufsbildenden Bildungsgängen neue Profilierungen und erweiterte Anschlussfähigkeiten ermöglichen. Auch berufliche Bildungsabschlüsse müssten zur Hochschule führen.
Auf der falschen Schule?
Die "Apologeten des gegliederten Schulsystems" fragt der Autor schließlich, ob sie nicht zur Kenntnis genommen hätten, dass auch Vertreter der Wirtschaft längst eine grundlegende Reform der Schulstruktur fordern oder ob sie einfach nur zufrieden seien, weil Realschulen und Gymnasien ein "Auffangbecken" für die Kinder bräuchten, die angeblich auf der falschen Schule seien und deshalb nach unten abgeschult werden müssten.
Lehrerbildung reformieren
Der Schulpädagoge fordert in seinem Beitrag auch eine Neugestaltung der Lehrerbildung: "Solange sich nämlich in den Köpfen der Lehrer das gegliederte Schulwesen und seine segregierende Pädagogik immer erneut festsetzt, wird das neue pädagogische Ethos, das von allen Lehrerinnen und Lehrern verlangt, kein Kind verloren zu geben, in kollegialer Gesamtverantwortung sich um die Förderung aller Kinder zu bemühen und Aussonderung als Versagen einer Schule zu sehen, nicht zum Tragen kommen können. Genau dieses inklusive, integrative und konsequent pädagogische Ethos aber benötigen die Lehrer so dringend wie die Mediziner ihren hippokratischen Eid."
Sonderthemen
Ausgezeichnet: Sarah Wiener und Peter Maffay
17.03.2010. (red) Sarah Wiener und Peter Maffay sind heute auf der didacta in Köln als "Bildungsbotschafter 2010" ausgezeichnet worden. Peter Maffay setzt sich mit der gleichnamigen Stiftung mit Freizeit- und Bildungsprojekten für in schwere Not geratene Kinder ein. Die TV-Köchin Sarah Wiener hat es mit ...Schule
Prof. Rita Süssmuth beim GEW-Bildungsforum der didacta
Köln, 16.03.2010. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland eröffnet Chancen für eine Neuorientierung des Schulsystems und für längeres gemeinsames Lernen der Schüler. Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth forderte auf einem Forum der GEW auf der Bildungsmesse didacta, dass Schluss sein ...Berufliche Bildung
Warum werden Ausbildungsverträge gelöst?
11.03.2010. (red/pm) Selbst in Zeiten, in denen die Ausbildungsplätze knapp sind und ein großer Teil der Schulabgänger erst nach Umwegen eine Lehre beginnt, bricht im Bundesdurchschnitt fast jeder fünfte seine Ausbildung ab. Das beunruhigt seit Jahren all diejenigen, die für die Steuerung der dualen ...- „Hoffen wir mal, dass die Schulbuchverlage den Knall "iPad" gehört gehört haben.“
- Dirk Küpper zu Börsenverein: Multimedialer Aufbruch in der Buchbranche
- „Die Lehrerverbände gehören nicht in dasselbe Boot, in dem die Kirche Rede und Antwort zu geben hat!“
- arnulf hopf zu Schavan fordert Maßnahmen gegen Missbrauch
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







didacta - die Bildungsmesse


Newsletter
Feedback