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Landjugend: Kritik des UN-Sonderberichterstatters ist berechtigt

Kein Verständnis für die Passivität der Bundesregierung

26.07.2007

(bikl.de/pm) "Es ist ein Unding, dass die Bundesregierung es in vier Monaten nicht geschafft hat, auf die Kritik des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muñoz konstruktiv zu antworten" so der stellvertretende Vorsitzende des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Thomas Böse-Bloching. Auf dem Weltlehrerkongress in Berlin hatte der UN-Experte die deutsche Regierung Anfang dieser Woche aufgefordert, auf seine im März 2007 übergebenen Empfehlungen zu reagieren.

Im März dieses Jahres hatte der UN-Menschenrechtsinspektor das deutsche Bildungssystem heftig kritisiert. Das dreigliedrige Schulsystem benachteilige durch seine frühe Aufteilung Kinder aus armen Elternhäusern und aus Migrantenfamilien, schrieb er. Er hatte damals der Bundesrepublik eindringlich nahegelegt, das mehrgliedrige Schulsystem "noch einmal zu überdenken".

"Damit verleiht er unseren Forderungen neue Aktualität", stellt Thomas Böse-Bloching fest. Bereits im Jahr 2004 habe der Bund der Deutschen Landjugend in seinem bildungspolitischen Positionspapier gefordert, dass Zukunftschancen und Bildungsteilhabe unabhängig vom sozialen Status ermöglicht werden müssen und deshalb für eine spätere Selektion plädiert. "Wir teilen die Kritik von Vernor Muñoz und fordern die Bundesregierung auf, im Europäischen Jahr der Chancengleichheit endlich konkrete Schritte zu unternehmen", so der stellvertretende BDL-Vorsitzende.


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