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Aktionsbündnis "Gegliedertes Schulwesen" in Niedersachsen gegründet

Eltern, Schulleiter und Lehrer "gegen rot-grüne Einheitsschule"

22.11.2007

(bikl.de/PM) Gegen Pläne, im Falle eines Sieges bei der Landtagswahl im Januar 2008 alle Gymnasien, Realschulen, Hauptschulen und Förderschulen durch eine "Zwangs-Einheitsschule" für alle Schüler zu ersetzen und die Eltern in dieser Weise zu entmündigen, hat sich jetzt in Hannover ein Bündnis mehrerer Eltern- und Lehrerverbände formiert.

Mitglieder der Organisation, die sich auf Initiative des "Elternforums Bildung" gründete, sind die Bundesgemeinschaft gegliedertes Schulwesen, das Elternforum Bildung, die Niedersächsische Direktorenvereinigung, der Niedersächsische Elternverein, der Philologenverband Niedersachsen, der Verband Deutscher Realschullehrer, Landesverband Niedersachsen und der Verband der Elternräte der Gymnasien Niedersachsens.

Mit ihren Plänen zur Verwirklichung einer Zwangseinheitsschule missachteten SPD und Grüne eindeutig den Willen der Elternmehrheit, die sich auch dort, wo Gesamtschulen angeboten würden, ganz überwiegend für das gegliederte Schulwesen entscheide. Die Behauptung der SPD, man wolle die neue so genannte Gemeinschaftsschule alias Gesamtschule nur dort einführen, wo eine bestimmte Zahl von Eltern dies wünsche, bezeichnete der Sprecher des Aktionsbündnisses als reines Täuschungsmanöver. Denn das gewollte Endziel stehe unverrückbar fest und schließe eine Koexistenz verschiedener Schulformen und einen offenen Leistungswettbewerb der verschiedenen schulischen Angebote mit freier Elternentscheidung aus. Diese Entmündigung der Eltern werde man nachdrücklich anprangern. Seit dem Schuljahresbeginn 2007/2008 habe man in Niedersachsen die "Eigenverantwortliche Schule." Etwaige Veränderungen sollten hier mit den Beteiligten "von unten" erarbeitet werden. Es sei ausgesprochen befremdlich, die Beteiligten auszuschließen und die Einheitsschule "von oben" überstülpen zu wollen.

Die Mitglieder der Initiative würden sich kein von selbsternannten Vordenkern als allein selig machend angepriesenes Schulmodell aufzwingen lassen. "Wir wollen ein leistungsfähiges, vielfältiges und durchlässiges staatliches Schulwesen, das kontinuierlich verbessert wird. Wir werden verhindern, dass Schülerinnen und Schüler, Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Lehrkräfte durch das Einheitsschulmodell zu Versuchskaninchen werden und dass sich die Chancen unserer Schülerinnen und Schüler im globalen Wettbewerb verschlechtern." betonte der Sprecher des Aktionsbündnisses.

Wenige Wochen vor Veröffentlichung der neuen PISA-Ergebnisse ist die Debatte um die Schulstruktur in Deutschland auch an anderer Stelle wieder entbrannt. So hat sich Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) erst gestern in der Saarbrücker Zeitung gegen die Abschaffung der Hauptschule ausgesprochen. In der heutigen Ausgabe der ZEIT hingegen plädieren 33 renommierte Wissenschaftler und Bildungspolitiker für ein zweigliedriges Schulsystem und fordern ein Ende des Streits um das Für und Wider von Gesamtschulen.


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