PISA-Koordinator Prenzel widerspricht Schleicher
"Ergebnisse sind vergleichbar"
Mehr zu: PISA (Studie), Schule(bikl.de/ots) Der deutsche PISA Koordinator Manfred Prenzel widerspricht der Sichtweise des OECD-PISA-Chefs Andreas Schleicher, wonach die Pisa-Ergebnisse von 2003 und 2006 in den Naturwissenschaften nicht vergleichbar seien.
Dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel sagte Prenzel: "Das Rahmenkonzept der Studie hat sich nicht verändert." Ähnlich zitiert auch WELT Online den deutschen PISA Koordinator: "Die PISA-Ergebnisse sind vergleichbar", so Manfred Prenzel.
Schleicher hatte gesagt, von einem Aufstieg der Deutschen in der Tabelle bei den Naturwissenschaften könne nicht gesprochen werden, weil sich das Design der Aufgaben stark verändert habe. Daraufhin musste er sich bereits vom Präsidenten des Deutschen Lehrerverbands, Josef Kraus, den Vorwurf gefallen lassen, für ihn seien offenbar "nur schlechte deutsche Ergebnisse gute Ergebnisse".
Auch der Präsident der Kultusministerkonferenz, Senator Prof. Dr. Zöllner, fand kritische Worte und erklärte, dass die Kultusministerkonferenz darauf vertraue, dass PISA 2006 von der OECD in allen Teilbereichen methodisch einwandfrei konzipiert und durchgeführt wurde. "Das deutsche Bildungssystem ist auf aussagekräftige Testverfahren angewiesen, die insbesondere eine Vergleichbarkeit von Ergebnissen im Zeitverlauf einschließen müssen. Bildungsreformen können nur dann erfolgreich sein, wenn sie auf einer verlässlichen Datengrundlage beruhen. Die korrekte Durchführung der Studie ist durch die OECD sicherzustellen", so Zöllner wörtlich.
Manchmal beschleicht mich bei Herrn Schleicher das Gefühl, als hätte er noch einige offene Rechnungen mit dem deutschen Bildungssystem zu begleichen. Anstatt sich einfach mal zu freuen, liefert er unfreiwillig gleich den Beleg, wie unsinnig PISA ist. Auch eine Wirkung...
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