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Busemann will PISA-Ausstieg

"Wir wollen nicht mit Ideologie berieselt werden"

30.11.2007

(bikl.de) Der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, auf längere Sicht aus den internationalen PISA-Schulvergleichen auszusteigen. Ein nationales Vergleichssystem befinde sich bereits im Aufbau und könne zum passenden Zeitpunkt installiert werden, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

"Vor lauter Statistikeritis kommen wir gar nicht mehr zum Arbeiten." Die Studien hätten eine wichtige Aufgabe erfüllt, weil sie den Handlungsbedarf für Bildungsreformen klar gemacht hätten. "Aber jetzt wissen wir alle, was zu tun ist", so Busemann gegenüber der Zeitung.

Dem internationalen Koordinator der Schulleistungsvergleiche bei der OECD, Andreas Schleicher, warf der CDU-Politiker "unzulässige Interpretationen" vor. Schleicher hatte gegenüber tagesschau.de erklärt, der Aufstieg der deutschen Schüler im Bereich Naturwissenschaften von Platz 18 auf Platz 13 stelle keine Verbesserung dar, weil beide Tests wegen ihrer geänderten Aufgabenstruktur nicht vergleichbar seien. Daraufhin hatten bereits die Kultusminister der CDU regierten Bundesländer den Rücktritt des OECD-Pisa-Koordinators gefordert.

Schleicher hat sich in Vergangenheit immer für ein einheitliches Schulsystem ausgesprochen und unter anderem die Vielgliedrigkeit des deutschen Schulsystems mit seiner frühen Aufteilung der Schüler auf bestimmte Schularten für das schlechte Abschneiden bei PISA verantwortlich gemacht. Ein Vorwurf, den insbesondere die CDU regierten Länder nicht akzeptierten. "Wir wollen einen Vergleich der Länder, aber nicht mit Ideologie berieselt werden", betonte Busemann in der NOZ. Die Länder hätten die richtigen Schlüsse aus den ersten Studien geschlossen.


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