(bikl.de) Der OECD-Pisa-Koordinator Andreas Schleicher denkt nicht an Rückritt. Entsprechende Forderungen von Bildungspolitikern der Union hat er zurückgewiesen. "Das ist doch alles eine absurde Posse", sagte der OECD-Experte laut Frankfurter Rundschau.
Schleicher bekräftigte seine Einschätzung, dass von einem Aufstieg der Deutschen in der Tabelle bei den Naturwissenschaften nicht gesprochen werden könne, weil sich das Design der Aufgaben stark verändert habe. Die Ergebnisse der neuen Studie seien in wesentlichen Punkten nicht mit denen von 2003 zu vergleichen.
"Aus der Rahmenkonzeption und dem Design der PISA-Studie ergibt sich, dass man die Leseergebnisse seit 2000 und die Mathematikergebnisse seit 2003 vergleichen kann, während der naturwissenschaftliche Test im Jahr 2006 die Grundlage für zukünftige Vergleiche bietet", sagte Schleicher laut FR.
Er betonte, dass die OECD mit der PISA-Studie einen überfälligen Reformprozess angestoßen habe, der sich langfristig sicher auch in besseren Leistungsergebnissen niederschlagen werde. Seine eigene Karriere sei mit der wissenschaftlichen Seriosität der OECD-Leistungsvergleiche verknüpft. "Für die Leistungsergebnisse selber zeichnet aber die Bildungspolitik und nicht die OECD verantwortlich", so Schleicher wörtlich.
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