PISA: In Deutsch und Mathe weiter nur Mittelmaß?
Stuttgarter Zeitung beruft sich auf deutschen PISA- Koordinator Manfred Prenzel
Mehr zu: Deutschland, Hauptschule, PISA (Studie), Zeugnis, Schule(bikl.de) Die Freude über den Leistungszuwachs in Naturwissenschaften wird offensichtlich durch die Ergebnisse der deutschen Schüler in den beiden anderen PISA-Disziplinen 'Leseverständnis' und 'Mathematik' getrübt.
Jedenfalls bereichtet die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf den ihr vorliegenden Bericht des deutschen PISA- Koordinators Manfred Prenzel, dass sich die deutschen Schüler in diesen beiden Disziplinen weiter im Mittelfeld befänden. Dennoch habe der Forscher insgesamt ein positives Urteil über die Entwicklung an deutschen Schulen abgegeben.
Ein Problem ist aber nach wie vor offensichtlich noch nicht gelöst: Der Zusammenhang zwischen der Herkunft und dem Schulerfolg sei, so schreibt die Zeitung, in Deutschland immer noch "hoch, wenn man es mit anderen OECD-Ländern" vergleiche. Aus der Zusammenfassung des deutschen Pisa-Konsortiums gehe hervor, dass 15-jährige Akademikerkinder beim Lesen einen Vorsprung von 83 Punkten vor ihren Altersgenossen aus Arbeiterfamilien hätten. Bei den naturwissenschaftlichen Fähigkeiten liege die Abhängigkeit zwischen Herkunft und Leistung den Angaben zufolge im OECD-Durchschnitt.
Und Akademikerkinder haben immer noch eine 2,7mal bessere Chance aufs Gymnasium zu kommen als Facharbeiterkinder. Hier lag der Wert im Jahr 2000 allerdings noch bei 4,2. Die Entwicklung zeige,"dass sich langfristig die sozialen Disparitäten abschwächen können". werden Prenzel und seine Kollegen zitiert. Allerdings müssten Schulen weitere Anstrengungen unternehmen, die schwachen Schüler zu fördern.
Ein schlechtes Zeugnis erhalten außerdem die Hauptschulen. Dort erreichten deutschlandweit noch nicht einmal 39,6 Prozent der Schüler das Basisniveau, an integrierten Gesamtschulen sind es 22,2 Prozent, an Schulen mit mehreren Bildungsgängen 12,3 Prozent und an den Realschulen 5,2 Prozent, so die Zeitung.
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