Studenten: Weniger Zigaretten - mehr Alkohol
Aktuelle Studie aus Nordrhein-Westfalen
Mehr zu: Fachhochschule, Gesundheit, Nordrhein-Westfalen, Hochschule(bikl.de/idw) Die Mehrzahl der Studenten in Nordrhein-Westfalen schätzt den eigenen Gesundheitszustand mindestens als gut ein. Doch: Während immer weniger Studierende rauchen, greifen immer mehr zum Alkohol. Das ist eines der Ergebnisse der Studie "Gesundheitssurvey für Studierende in NRW".
An der Studie haben sich zwölf Universitäten und vier Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten Hochschulen, beteiligt. Insgesamt wurden vom Sommersemester 2006 bis zum Sommersemester 2007 mehr als 3.300 Studierende zu ihrem subjektiven Gesundheitszustand und -verhalten sowie zur Lebenswelt "Hochschule" befragt.
Insgesamt schätzt die Mehrheit der befragten Studierenden ihren Gesundheitszustand als "ausgezeichnet", "sehr gut" oder "gut" ein, wobei Frauen ihren Gesundheitszustand signifikant schlechter bewerten. Studierende leiden am häufigsten unter Konzentrationsschwierigkeiten (40 Prozent), Nervosität und Unruhe (38 Prozent), Rückenschmerzen, Schulter- und Nackenschmerzen (jeweils 37 Prozent) sowie an Kopfschmerzen (32 Prozent).
Aufgaben für die Hochschulen
Frauen geben häufiger als Männer an, dass ihr Wohlbefinden durch räumliche Aspekte und Bedingungen des Studiums beeinflusst wird. Studierende des ersten Studienjahres leiden besonders unter zu hohen fachlichen Anforderungen und Studierende höherer Semester klagen über einen fehlenden Praxisbezug. Hier sehen die Wissenschaftler Gestaltungsmöglichkeiten für die Hochschulen.
Für Rauchverbot
Der Anteil der Raucher unter den Studierenden hat abgenommen. War es vor 10 Jahren noch jeder Dritte der rauchte, ist es heute nur noch jeder Fünfte. Die große Mehrheit der Studierenden (82 Prozent) befürwortet ein absolutes Rauchverbot an der Hochschule. Beim Trinkverhalten zeigt sich ein gegenteiliger Trend. Insbesondere Männer greifen vermehrt zur Flasche, so zeigt fast jeder dritte männliche Student ein problematisches Trinkverhalten. Dies sind fast dreimal so viele Männer wie Frauen. 67 Prozent der männlichen Studierenden und die Hälfte der weiblichen Studierenden wünscht keinen Verkauf von Alkohol auf dem Hochschulgelände.
Wir möchten mit der Studie ein Signal setzen", so die Gesundheitswissenschaftlerin Sabine Meier, Leiterin des Projekts. "Studierende sollen als Zielgruppe für Gesundheitsförderung erkannt und der Lebensraum Hochschule gesundheitsförderlich gestaltet werden."
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