|
Letzte Änderung: 09.02.2010 14:02
|
||
|
||
Studie: Gesamtschule verhindert soziale Auslese nichtWissenschaftler fordert mehr Durchlässigkeit03.01.2008
(bikl.de/ots) Entgegen ihrem Anspruch schafft die Gesamtschule nicht mehr Bildungsgerechtigkeit als die Schulen des gegliederten Schulsystems. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Züricher Erziehungswissenschaftler Helmut Fend in einem Beitrag für die ZEIT vorstellt. Fend hat in den siebziger Jahren eine großangelegte Studie über Vor- und Nachteile von Gesamtschulen in Hessen geleitet. Für seine neue Untersuchung hat er die Lebenswege ehemaliger Gesamtschüler und Schüler anderer Schularten weiterverfolgt. Das Ergebnis: Ob ein Jugendlicher eine Lehre macht oder studiert und welche Berufsposition er später erreicht, hängt stark vom sozialen Status des Elternhauses ab. Welche Schulart er vorab besucht hat, spielt so gut wie keine Rolle; die Gesamtschule schafft es nicht besser als andere Schularten, Kinder aus unterprivilegierten Schichten zu einem besseren Bildungs- und Berufserfolg zu verhelfen. Mehr zu
Fend räumt zwar ein, dass die Gesamtschule die soziale Auslese durchaus reduzieren könne. Wenn es aber um die weiteren Bildungschancen gehe, "verliert sich dieser schulische Einfluss, und die familiären Ressourcen in der Gestaltung der Entscheidungen treten in den Vordergrund". Den entscheidenden Einfluss von sozialer Herkunft auf den Bildungserfolg in Deutschland haben alle großen Bildungsstudien belegt, zuletzt wieder die PISA-Studie, deren Ergebnisse Anfang Dezember vorgestellt worden waren. Fend plädiert aufgrund seiner Forschungsergebnisse für pragmatische Optionen. Verschiedene Organisationslösungen der Bildungsgänge seien akzeptabel, wenn sie zu Durchlässigkeit und einer optimalen Förderung führten. Man solle nach einer pädagogischen Gestaltung der Schule suchen, die mehr umfasse als die Organisationsstruktur von Bildungsgängen.
0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS
Hochschule
Nächster Schritt zur optimalen StudienplatzvergabeBonn, 09.02.2010. Ein neues onlinebasiertes Verfahren soll mehr Transparenz in die Vergabe von Studienplätzen bringen. Mit Unterstützung des Bundes bereiten die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Einführung eines onlinebasierten dialogorientierten Verfahrens zur Vermittlung ...
Sonderthemen
Betreiber sozialer Netzwerke sollen Kinder besser schützen09.02.2010. 50 Prozent der Teenager in Europa geben im Web persönliche Informationen preis, die unter Umständen für immer online bleiben und von jedem eingesehen werden können, so das Ergebnis einer EU-Studie. "Erst denken, dann posten!" heißt deswegen die Botschaft der Europäischen Kommission am ...
Schule
Schüler brauchen Informationskompetenz
08.02.2010.
Eben schnell das Referatsthema googeln und bei den ersten Treffern nach einem geeigneten Text suchen. Nicht selten erledigt bereits so mancher Schüler seine Hausaufgaben auf diese Weise. Das zeigt zwar, dass Schüler die Neuen Medien nutzen, dass ihnen aber etwas Entscheidendes fehlt: ...
|
Links zum Artikel
Weiter auf bildungsklick.de
heute,
09.02.2010
Top Kommentare
Derzeit Ferien in
Bildungsnachrichten
Linktipps:
|
|
|
Kindergarten / Vorschule
|
Schule
|
Hochschule
|
Berufliche Bildung
|
Weiterbildung
|
Sonderthemen
Texte auf bildungsklick.de können herunter geladen und mit dem Quellenhinweis auf bildungsklick.de honorarfrei veröffentlicht werden. (Gilt
nicht für mit (dpa) gekennzeichnete Meldungen.) Das Gleiche gilt für Grafiken und Bilder der Redaktion. Die auf bildungsklick.de zur Verfügung gestellten Inhalte dienen ausschließlich der redaktionellen und journalistischen Nutzung und der individuellen Information der Nutzer. bildungsklick.de haftet nicht bei Fehlern oder Störungen im Dienstbetrieb, bei Lieferschwierigkeiten, inhaltlichen oder textlichen Fehlern, außer in Fällen groben Verschuldens. Es gelten unsere AGB.
|
||