Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 18.03.2010, 12:10
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken_bw
  • Email_go_bw

Studie: Gesamtschule verhindert soziale Auslese nicht

Wissenschaftler fordert mehr Durchlässigkeit

Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Gesamtschule, PISA (Studie), Schulstruktur, Schule
03.01.2008 -

(bikl.de/ots) Entgegen ihrem Anspruch schafft die Gesamtschule nicht mehr Bildungsgerechtigkeit als die Schulen des gegliederten Schulsystems. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Züricher Erziehungswissenschaftler Helmut Fend in einem Beitrag für die ZEIT vorstellt.

Fend hat in den siebziger Jahren eine großangelegte Studie über Vor- und Nachteile von Gesamtschulen in Hessen geleitet. Für seine neue Untersuchung hat er die Lebenswege ehemaliger Gesamtschüler und Schüler anderer Schularten weiterverfolgt. Das Ergebnis: Ob ein Jugendlicher eine Lehre macht oder studiert und welche Berufsposition er später erreicht, hängt stark vom sozialen Status des Elternhauses ab. Welche Schulart er vorab besucht hat, spielt so gut wie keine Rolle; die Gesamtschule schafft es nicht besser als andere Schularten, Kinder aus unterprivilegierten Schichten zu einem besseren Bildungs- und Berufserfolg zu verhelfen.

Fend räumt zwar ein, dass die Gesamtschule die soziale Auslese durchaus reduzieren könne. Wenn es aber um die weiteren Bildungschancen gehe, "verliert sich dieser schulische Einfluss, und die familiären Ressourcen in der Gestaltung der Entscheidungen treten in den Vordergrund".

Den entscheidenden Einfluss von sozialer Herkunft auf den Bildungserfolg in Deutschland haben alle großen Bildungsstudien belegt, zuletzt wieder die PISA-Studie, deren Ergebnisse Anfang Dezember vorgestellt worden waren.

Fend plädiert aufgrund seiner Forschungsergebnisse für pragmatische Optionen. Verschiedene Organisationslösungen der Bildungsgänge seien akzeptabel, wenn sie zu Durchlässigkeit und einer optimalen Förderung führten. Man solle nach einer pädagogischen Gestaltung der Schule suchen, die mehr umfasse als die Organisationsstruktur von Bildungsgängen.

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Für die Übertragung zusätzlicher Umsatzsteuereinnahmen für bessere Bildung unserer Schüler – Länder gestalten Bildungspolitik in gesamtstaatlicher Verantwortung"

München/Köln, 18.03.2010. Bayerns Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Ludwig Spaenle weist den Versuch von Bundesbildungsministerin Annette Schavan zurück, an der Bildungshoheit der Länder zu rütteln. "Die Länder gestalten die Bildungspolitik in Letztverantwortung und nehmen sie auch in gesamtdeutscher Verantwortung ...

Schule

Prof. Rita Süssmuth beim GEW-Bildungsforum der didacta

Köln, 16.03.2010. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland eröffnet Chancen für eine Neuorientierung des Schulsystems und für längeres gemeinsames Lernen der Schüler. Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth forderte auf einem Forum der GEW auf der Bildungsmesse didacta, dass Schluss sein ...

Berufliche Bildung

Warum werden Ausbildungsverträge gelöst?

11.03.2010. (red/pm) Selbst in Zeiten, in denen die Ausbildungsplätze knapp sind und ein großer Teil der Schulabgänger erst nach Umwegen eine Lehre beginnt, bricht im Bundesdurchschnitt fast jeder fünfte seine Ausbildung ab. Das beunruhigt seit Jahren all diejenigen, die für die Steuerung der dualen ...
in
Links zum Artikel
Weiter auf bildungsklick.de
Aktuelle Kommentare
Schulferien
Derzeit sind Ferien in
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung