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Behörde rät britischen Schulen ab vom Umstieg auf Vista

Umstieg auf Windows Vista und Office 2007 zu teuer

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15.01.2008 -

(bikl/golem.de) Als zu teuer bewertet die für Informationstechnik an britischen Schulen zuständige Behörde den Umstieg auf Windows Vista und Office 2007. Um gemischte Netzwerkumgebungen zu vermeiden, sollten die Schulen bei Windows XP bleiben, so meldet das Informationsportal golem.de.

Das Newsportal beruft sich dabei auf eine Studie der "British Educational Communications and Technology Agency" (Becta), die dem britischen Schulministerium untergeordnet ist. Bereits seit Januar 2006 - und damit weit vor dem Erscheinen von Vista für die Allgemeinheit - prüfe die Behörde, ob und wie Schulen auf die neuen Microsoft-Produkte umsteigen könnten.

Der jetzt vorgelegte Abschlussbericht der Agentur falle für Microsoft sehr herb aus. Die Becta: "Wir empfehlen bestehende ITK-Umgebungen nicht auf Vista umzurüsten und gemischte Umgebungen mit verschiedenen Windows-Versionen zu vermeiden." Allenfalls für komplette Neuanschaffungen einer Infrastruktur könne man Vista in Erwägung ziehen, so die Becta weiter.

Die Kosten seien der entscheidende Hemmschuh, weil nur 22 Prozent der Rechner in britischen Schulen in der Lage seien, Vista effektiv auszuführen. Die von der Becta empfohlene Ausstattung von unter anderem 1 GByte Arbeitsspeicher und eine CPU der 1-GHz-Klasse als Minimum werde bei den meisten älteren Rechnern nicht erfüllt.

Aber nicht nur die Aufrüstung von Hardware und die Anschaffung des Betriebssystems selbst hält die Becta laut golem.de für nicht angebracht. Die Innovationen in Vista und Office 2007 könnten schlechthin nicht überzeugen und die Dateiformate von Office 2007 würden sich im praktischen Einsatz in der britischen Wirtschaft nicht schnell genug etablieren, sei die Prognose der Behörde.

1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Steffen Römmler, am 20.01.2008, 18:50

Für Vista-Oberfläche läuft ständig 3D-Funktion Graphikkarte mit. Das halbiert die Laufzeit von Notebook-Akkus. Die ACPI macht bei VISTA immer wieder Probleme. Für viel Hardware fehlen Treiber. Hersteller sehen nicht ein, warum Sie entwickeln sollen, weil ja Windwos 7 schon in zwei Jahren kommen soll. HP löst das so, dass man eben einfach neue Drucker kaufen muss.

Mail-Kennwörter werden in Office XP nicht mehr gespeichert. Angeblich würden die zu unsicher gespeichert (Begründung von MS selbst!!!). So kann man den Absatz von Office 2007 auch erzwingen.

Sicherheitsarchitektur kompliziert.

Programme, die Admin-Rechte brauchen (weil sie z.B. beim Arbeiten in die Registry schreiben), muss man explizit unter Admin-Rechten starten.

Online-Updates, die Admin-Rechte brauchen sind nicht mehr möglich. Die müssen ab sofort unter Admin-Rechten händisch erledigt werden. Wer darum nicht weiß, wundert sich über nicht mehr einwandfrei arbeitende Software. Probleme mit den neueren Adobe-Erzeugnissen (Stand Mitte 2007); Freehand soll gar nicht für VISTA upgedated werden.

Video-DVDs werden unter VISTA nicht wiedergegeben, wenn das DVD-LW den Regional-Code nicht intern verwaltet.

Firmen bleiben bei XP, vernünftigerweise.

Bei Neuanschaffungen verlange man vom Händler, die Rechner mit XP zu besorgen. Wer das nicht kann, Finger von diesem Händler. MS hat den Support für XP nicht umsonst bis 2014 !!! verlängert. Wozu also MISTA?

Steffen Römmler

Medienpädagogischer Berater, PC- und Netzwerktechniker


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