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Achtjähriges Gymnasium: Weniger Unterricht?

Politiker suchen nach Auswegen

Mehr zu: Baden-Württemberg, Deutschland, Europa, G8, Gymnasium, Hausaufgaben, Niedersachsen, Sport, Schule
07.02.2008 -

(bikl) Nachdem die Kritik am achtjährigen Gymnasium immer lauter wird, hat jetzt Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger angekündigt, die Lehrpläne in seinem Bundesland zu entrümpeln.

Demgegenüber hat der baden-württembergische Philologenverband vor einem 'Abitur light' gewarnt, falls die vorgeschriebenen Jahreswochenstunden reduziert werden sollten. Und die stellvertretende GEW-Vorsitzende Marianne Demmer hatte gestern auf die Ankündigungen des niedersächsischen Ministerpräsidenten Wulff, er wolle auf eine Reduzierung der Unterrichtsstunden bei der Kultusministerkonferenz (KMK) drängen, ablehnend reagiert. Dadurch, so Demmer, sei ein weiterer Qualitätsverlust zu befürchten. "Innerhalb der Europäischen Union erhalten nur Schüler in Polen noch weniger Unterricht als in Deutschland", sagte Demmer und machte damit deutlich, dass sie allein in der Anzahl der Stunden nicht das Problem sieht.

Oettinger hatte außerdem vorgeschlagen, dass Schüler die bisherigen Hausaufgaben noch bis 16 Uhr in der Schule erledigen sollen, um anschließend Zeit für mehr für Sport und andere Aktivitäten zu haben. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Annegret Kramp-Karrenbauer sagte gegenüber WELT online, die Kultusminister seien dabei, die Erfahrungen mit dem achtjährigen Gymnasium in einer Arbeitsgruppe zusammenzutragen. "Wir müssen überlegen, ob die Zahl der Jahreswochenstunden nicht verkürzt werden kann", erklärte sie dort.

Den Vorschlag Oettingers, Stunden in Chemie, Physik oder Biologie zu streichen lehnte Kramp-Karrenbauer allerdings ab. Mathematik und die Naturwissenschaften müssten eher gestärkt werden. Auch in Sachen Hausaufgaben vertrat sie eine andere Meinung. Schüler müssten den Unterricht auch künftig zu Hause nacharbeiten. Hausaufgaben seien pädagogisch wichtig.

Jüngst erst hatte allerdings eine Studie an der TU Dresden nachgewiesen, dass Hausaufgaben keinerlei Effekt in Hinblick auf die Schulleistung haben. Die Wissenschaftler hatten deswegen vorgeschlagen, die Strategien zum Wissenserwerb direkt im Unterricht zu vermitteln und durch entsprechende, pädagogisch begleitete Übungs- und Förderangebote im Rahmen der Ganztagsschule zu begleiten.

3 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Anna, am 01.04.2008, 16:22

Das G8 ist schrecklich!!!

Wir haben alle überhaupt keine Zeit mehr, für garnichts!

Die ganze Woche steht die Schule KOMPLETT im Vordergrund. Man ist nur noch gestresst und das ist doch nicht der Sinn von Ausbildung oder?

Klar, ein gewisser Stressfaktor gehört immer dazu, aber doch nicht SO! Man muss doch auch mehr als eine Stunde Freizeit den ganezn Tag über haben, und nicht von 20.00 - 21.00 Uhr!

WIR, DER ERSTE JAHRGANG, SIND DIE ABSOLUTEN OPFER!!! Und Versuchskaninchen!

von Hase, am 02.04.2008, 03:58

Ich denke, dass das GANZE Bildungssystem umgekrempelt werden sollte - so viele sind einfach überfordert.

Wenn es um Kürzungen von Klassen geht, warum streicht man dann nicht den Schulsport? Wer Sport treiben möchte, tut das doch sowieso nach der Schule, so könnte pro Klasse/Woche ca. 3 Stunden weniger Unterricht stattfinden, den die Schüler dann individuell - sei es für selbständigen Sport oder Hausaufgaben - nutzen können.

von marco, am 12.01.2010, 23:11

hallo?

sport streichen?

wir ham eh schon zu wenig sportstunden...

und die jugen wird immer dicker...

was für eine schnapsidee...


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