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Schavan: Es wird kein Zurück zum G9 geben

Bundesbildungsministerin eröffnet didacta 2008 in Stuttgart

Mehr zu: Bildungsmessen, Deutschland, didacta - die Bildungsmesse, G8, Lehrerbildung, Mobilität, Schavan, Schulbuch, Sonderthemen
19.02.2008 -

(bikl) Es werde nirgends in Deutschland ein Zurück zum neunjährigen Gymnasium geben. Mit diesen klaren Worten eröffnete heute Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan die didacta 2008, Europas größte Bildungsmesse in Stuttgart.

Klar sei allerdings, dass ein andere Umgang mit der Zeit gelernt werden müsse, so Schavan, die sich damit auf eine andere Organisation und Infrastruktur in den Gymnasien bezog, das Wort "Ganztagsschule" allerdings nicht erwähnte. In drei Bereichen forderte sie außerdem eine Vergleichbarkeit: bei den Schulabschlüssen, den Schulbüchern und der Lehrerausbildung. Sowohl das Abitur wie auch der mittlere Schulabschluss müssten in allen Bundesländern vergleichbar und somit die Mobilität gewährleistet sein. Daneben empfahl sie eine bessere Qualität auf dem Schulbuchmarkt, die unter anderem durch weniger Länderausgaben und mehr Investitionen gewährleistet werden könnte. Außerdem, so Schavan, könnten Schulbücher mehr als nur Lernmaterialien während der Schulzeit sein, sondern vielmehr eine Grundbibliothek für jeden über die Schule hinaus. Schließlich müsse die Lehrerausbildung dringend deutschlandweit vergleichbar sein. Da, so Schavan, laufe wohl gegenwärtig einiges auseinander.

Der Vorsitzende des VdS Bildungsmedien e.V. Verband der Schulbuchverlage, Wilmar Diepgrond, mahnte in seiner Eröffnungsrede mehr Investitionen von Seiten der Politik an, insbesondere aber mehr Zuverlässigkeit bei der Planung statt kurzfristiger Änderungen. Dann könne die Bildungsbranche sich noch stärker für die Weiterentwicklung von Bildung engagieren.

Die didacta - die Bildungsmesse hat heute morgen ihre Pforten geöffnet. Sie dauert insgesamt fünf Tage. Erwartet werden rund 80 000 Besucher, insbesondere Lehrer, Erzieherinnen, Ausbilder und Weiterbildner, aber auch alle anderen an Bildung Interessierte.

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