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Branchenmesse der Games-Industrie wechselt ab 2009 als GAMESCom nach Köln

Family- und Edutainmentbereich schon 2008 geschlossen

Mehr zu: E-Learning, Europa, Medienkompetenz, Sonderthemen
25.02.2008 -

(bikl/PM) Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) wird ab 2009 ideeller Träger der Branchenmesse für interaktive Unterhaltungssoftware in Köln. Damit vollzieht der BIU als Branchenverband einen Standortwechsel von Leipzig nach Köln. In der Domstadt soll die Branchenmesse unter dem Namen GAMESCom mit modernisiertem Konzept jährlich im September als europäische Leitmesse von der Koelnmesse weitergeführt werden.

Die Branchenmesse wurde 2002 in Leipzig unter dem Namen Games Convention (GC) als regionale Veranstaltung gemeinsam von Industrie und Leipziger Messe etabliert, war aber nach einhelliger Auffassung der BIU Mitglieder bereits im vergangenen Jahr in Leipzig an ihre Wachstumsgrenze gestoßen. Die Besucherzahlen erreichten 2007 nicht die angepeilten 200.000, sondern stagnierten mit einem Plus von lediglich 1 % bei 185.000. Die Hotelkapazitäten wurden in Leipzig und Umgebung vollständig ausgeschöpft. Als weiteres Manko wurde die unterdurchschnittliche Anbindung Leipzigs an das internationale Flugverkehrsnetz ausgemacht.

Schon Ende des vergangenen Jahres war auch deutlich geworden, dass die Veranstalter ein neues inhaltliches Konzept für die GC anpeilten. Im Laufe der Zeit, und gerade mit der GC 2007, hatte sich nach Meinung der Branche deutlich gezeigt, dass digitale Unterhaltung/Interactive Gaming in der Gesellschaft einen neuen Stellenwert bekommen habe. Sei das Thema zur Premiere der GC im Jahr 2002 inmitten von Verbotsdiskussionen noch heiß diskutiert worden, so würde heute der kulturelle und künstlerische Anspruch von Games im Vordergrund stehen.

Family Entertainment sei aktuell das größte Thema innerhalb der Games-Branche geworden, der Anteil familiengerechter Produkte habe sich massiv erhöht und es sei eine klare Veränderung in der politischen und gesellschaftlichen Diskussion festzustellen. So gehe es nicht mehr darum, ob, sondern wie und was gespielt werde. Damit sei ein Bedarf an einem exponierten Sonderbereich für die Familien nicht mehr gegeben und eine gesonderte Ansprache unter dem Dach der GC family sei nicht mehr zeitgemäß. Kindersoftware und Edutainment werde deshalb schon 2008 im übrigen Angebotssprektrum der GC als ein Bestandteil integriert, gleichrangig neben Games, Hardware oder Zubehör.

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