Schulleiter in Niedersachsen "am äußersten Limit angelangt"
Schlechte Erfahrungen mit der eigenverantwortlichen Schule
Mehr zu: Eigenverantwortliche Schule, Niedersachsen, Schulmanagement, Schule(bikl) Viele Schulleiter in den niedersächsischen Gymnasien sind mit ihrer Arbeitskraft "am äußersten Limit angelangt". In einer aktuellen Resolution der niedersächsischen Direktorenvereinigung heißt es außerdem, die Zuständigkeiten der Schulleiterinnen und Schulleiter habe ein unerträgliches, nicht hinnehmbares Maß erreicht.
Die Schulen, so lautet das Fazit nach ersten Erfahrungen mit der eigenverantwortlichen Schule, dürften nicht länger mit Verwaltungsarbeit überhäuft werden. Zwar stimmt die niedersächsische Direktorenvereinigung dem Ansatz zu, den Schulen mehr und erweiterte Eigenverantwortlichkeit zu geben. Gestärkte Eigenverantwortlichkeit dürfe sich aber nicht im eigenständigen Ausfüllen von Formularen und Urkunden erschöpfen, sondern müsse die Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht zum Ziel haben, heißt es in dem Papier.
Das gewandelte Berufsbild des Schulleiters vom "primus inter pares" hin zum "Schulmanager" setze auch hinreichende personelle und zeitliche Ressourcen voraus. Die Schulleiter fordern deswegen, bei großen Schulen die Mindestunterrichtsverpflichtung zu streichen. Außerdem fordern sie mehr Arbeitsstunden für die Schulsekretariate, die Schulassistenten und die Hausmeister. Schließlich verlangen die Schulleiter von der Landesregierung mehr qualifizierte Beratung und Fortbildung sowie die Aufwertung der Lehrerfortbildung.
Niedersachsen hatte Entwurf eines Gesetzes zur Einführung der eigenverantwortlichen Schule bereits im Januar 2006 beschlossen und damit nach Worten des damaligen Bildungsministers Bernd Busemann eine bundesweite Vorreiterrolle eingenommen.
Die negative Entwicklung im Schulleitungsbereich trifft alle Schulformen und auch kleine Schulen.
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