HRK-Präsidentin fordert mehr Studienberatung an Schulen
Margret Wintermantel: Lehrer wissen nicht genug über Studienstrukturen
Mehr zu: Berufsberatung, Studienberatung, Studienwahl, Schule(bikl) Eine bessere Studienberatung an Schulen hat die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel gefordert. "Viele Schüler kennen ihre Eignungen und Neigungen nicht", erklärte sie heute in der Neuen Osnabrücker Zeitung.
Die Studienwelt werde immer komplexer und die Schüler müssten schon weit vor dem Abitur intensiver informiert und betreut werden als bisher, um die richtige Studienwahl treffen zu können. Bislang seien sie weitgehend auf sich gestellt.
"Die Lehrer wissen noch zu oft nicht genug über die neuen Studienstrukturen", so Wintermantel im Gespräch mit der Zeitung. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master gebe es etwa viel mehr und ganz andere Möglichkeiten und Fächerkombinationen. Zugleich entschieden viele Hochschulen nach ihren eigenen Kriterien, wer sich für ein Fach einschreiben dürfe. "Da kann es entscheidend sein, welchen Leistungskurs ein Bewerber in der Schule belegt hat", betont die HRK-Präsidentin.
Intensive Betreuung könne außerdem dazu beitragen, die Akademikerquote in Deutschland zu heben. "Heute fühlen sich zu viele junge Menschen von der Hochschulwelt nicht angezogen", warnte Wintermantel. Daher müsse schon in der Schule stärker dafür geworben werden,
Man muss ein paar neue Wege überlegen, zum Beispiel: Meine Schule, das Alte Kurfürstliche Gymnasium in Bensheim, veranstaltet alle zwei Jahre Abende zur Studien- und Berufsorientierung, die auf beachtliche Resonanz stoßen. Jetzt erhält unser Angebot "Studien- und Berufsorientierung durch Career Nights - Ausblicke aufs Leben nach der Schule" den Ideenpreis, den die Körber-Stiftung jährlich im Transatlantischen Ideenwettbewerb USable vergibt.
Zum Thema des Wettbewerbs 2007/2008 »Empowerment. Menschen stärken« leistet unser Konzept insofern einen Beitrag, indem es das Praxiswissen ehemaliger Schüler für die gegenwärtige Schülergeneration nutzbar macht. 50 ehemalige Schüler des Gymnasiums präsentieren an drei Abenden für die Jahrgangsstufen 10 bis 13 ihre heutigen Berufe oder Studiengänge - die Teilnahme an den Abenden ist für unsere Schüler absolut freiwillig. Dafür wird im Vorlauf die Alumni-Datenbank der Schule genutzt. Die Ehemaligen beschreiben ihre Tätigkeiten, ihre Erfahrungen sowie wichtige Voraussetzungen, auch die Zukunftsaussichten des vorgestellten Berufs. Im Unterschied zu manchen anderen Veranstaltungen bieten die Referenten realistische Orientierungshilfen aufgrund eigener Einblicke. Intensive Gespräche im kleinen Kreis sind möglich. Während der Vorbereitungsphase können die Schüler in einem Internetforum thematische Wünsche eintragen.
Die Übergabe des Preises erfolgt am 16. Juni in Berlin und könnte dazu beitragen, diese Erfahrungen im größeren Rahmen bekannt zu machen.
Weitere Informationen: altes-kurfuerstliches-g....hessen.de/bo/cn/
www.koerber-stiftung.de...bewerb/index.html
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