VDI will Zeit für Weiterbildung mehr als verdoppeln
Fünf-Punkte-Programm zur Weiterbildung in Unternehmen vorgelegt
Mehr zu: Fachkräftebedarf, Lebenslanges Lernen, MINT-Fächer, Weiterbildung(bikl/PM) Als Reaktion auf die Ergebnisse der Ingenieurstudie stellt der VDI (Verein Deutscher Ingenieure) ein Fünf-Punkte-Programm zur gezielten Förderung von Fachkräften vor. "Mit dem Fünf-Punkte-Programm wollen wir den Unternehmen eine Anregung geben, die ihr Personal im Sinne einer zukunftsgerichteten Personalpolitik und vor den Hintergrund des Fachkräftemangels effektiv weiterbilden wollen", erklärt Timo Taubitz, Geschäftsführer des VDI Wissensforums. Kontinuierlich sollten fünf Prozent der Arbeitszeit für Weiterbildung aufgewendet sowie die Mitarbeiter gemäß ihres Potenzials weiterqualifiziert werden. Des Weiteren sollte Weiterbildung aufgabenspezifisch ausgerichtet, zur Bindung der Mitarbeiter und strategisch im Sinne des Unternehmensziels stattfinden.
1. Kontinuierlich - 5 Prozent der Arbeitszeit in Weiterbildung investieren
Aktuell werden durchschnittlich 2,1 Prozent der Arbeitszeit für die Weiterbildung außerhalb des eigenen Betriebs aufgewendet. "Nur wenn kontinuierlich mindestens fünf Prozent der Arbeitszeit zur Weiterbildung genutzt wird, kann ein Ingenieur technisch immer auf dem aktuellen Stand sein und seine Kenntnisse gezielt weiterentwickeln", erklärt Taubitz. "Weiterbildung ist ein wichtiger Bestandteil des Berufsbildes von Ingenieuren, der gelebt werden muss."
2. Qualifizierend - Kompetenzmanagement betreiben und Mitarbeiter weiterqualifizieren
Das Potenzial eines Mitarbeiters wird aktuell kaum berücksichtigt. Stärken und Schwächen werden nicht differenziert erfasst und Weiterbildungsmaßnahmen nicht danach ausgerichtet. Entweder wird "Weiterbildung mit der Gießkanne" betrieben oder es findet ein Minimalprogramm statt, wo nur bei konkreten Problemen punktuell Weiterbildung stattfindet. "Weiterbildung muss Mitarbeiter gezielt weiterqualifizieren", fordert Taubitz. "Kompetenzen müssen gezielt so entwickelt werden, dass sich für den Mitarbeiter eine dauerhafte Perspektive bietet. Wenn das geschieht, qualifizieren die Unternehmen ihre Mitarbeiter für zukünftige Aufgaben."
3. Aufgabenspezifisch - Weiterbildung an Karrierewegen und Positionen ausrichten
Weder bei den Anforderungsprofilen noch bei der Weiterbildung wird ein signifikanter Unterschied in Bezug auf Karrierewege, Positionen oder Fachbereiche gemacht. "Anforderungen müssen jeweils gezielt erfasst werden und in das Weiterbildungsprogramm einfließen", so Weiterbildungsexperte Taubitz. Ein Ingenieur in einer Fachkarriere sollte den Fokus auf die fachliche Kompetenz legen und gezielt benötigte Soft-Skills trainieren. In einer Projektkarriere ist es wichtig, neben der fachlichen die methodische und soziale Kompetenz zu fördern. Wohingegen Ingenieure in Führungspositionen persönliche und soziale Kompetenzen ausbilden sollten. "Die Ingenieure müssen jeweils den Herausforderungen in ihren Positionen gewachsen sein."
4. Bindend - Weiterbildung gezielt zur Mitarbeiterbindung einsetzen
Da Ingenieure auf dem deutschen Arbeitsmarkt Mangelware sind, können es sich die Unternehmen nicht leisten, dass Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. "Gute Weiterbildungsangebote steigern die Mitarbeiterzufriedenheit und damit auch deren Bindung ans Unternehmen", begründet Taubitz diesen Zusammenhang. "Der Aufwand, einen Mitarbeiter durch Förderung im Unternehmen zu halten, ist wesentlich geringer, als einen neuen zu gewinnen und einzuarbeiten."
5. Strategisch - Weiterbildung als Unternehmensstrategie
Vielfach versuchen die Unternehmen, bei neuen Herausforderungen, neues Personal einzustellen, anstatt die eigenen Mitarbeiter auf diese Aufgaben vorzubereiten. "Gerade jetzt, wo hochqualifiziertes Personal auf dem Arbeitsmarkt Mangelware ist, besitzt die Kompetenz der eigenen Mitarbeiter hohes strategisches Potenzial für die Unternehmen", beurteilt Taubitz. "Kein Unternehmen kann sich Ingenieure leisten, die technisch nicht auf dem aktuellen Stand oder den Anforderungen ihrer Position nicht gewachsen sind. Und auch kein Ingenieur kann sich Stillstand leisten, denn nur lebenslanges Lernen sichert eine lebenslange Beschäftigung."
Das VDI Wissensforum ist der Weiterbildungsträger des VDI Verein Deutscher Ingenieure. Der Berichtsband zur Ingenieurstudie steht unter www.vdi-wissensforum.de zum Download bereit.
Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...Sonderthemen
Schulen sollen Lernzentren für alle werden
03.02.2012. (red/ots) - Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (CDU), will angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland die Bildungs- und Arbeitsmöglichkeiten für Ältere verbessern und mehr Forschung in der Altersmedizin ermöglichen. "Nur etwa ein Drittel der über ...Schule
Zweigliedrigkeit: Ist immer drin, was draufsteht?
01.02.2012. (red) Der jahrzehntelange politische Streit über die Schulstrukturen und das gegliederte Schulsystem scheint in Deutschland - zumindest auf den ersten Blick - auf einen Konsens hinauszulaufen: die Zweigliedrigkeit. Auf den zweiten Blick allerdings wird deutlich, dass diese Zweigliedrigkeit in ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback