Evangelische Kirche zieht Trennlinie zum Kreationismus
Studie zum Streit um Evolution und Schöpfungsglauben in der Schule
Mehr zu: Deutschland, Naturwissenschaften, Religion, Schule(bikl/pm) Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat im Streit über Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube und der Thematisierung im Schulunterricht in einer heute veröffentlichten Studie klare Grenzen zum Kreationismus gezogen.
In der Schule sollten die Evolutionstheorie und der Schöpfungsglauben thematisiert werden, wird in der Studie empfohlen. Allerdings gebe es für den Kreationismus, der die wissenschaftliche Evolutionstheorie zur Entstehung der Welt in Frage stellt, keinen Platz im evangelischen Religionsunterricht.
Über Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglauben sowie über die Behandlung dieser Themen in der Schule wird seit längerem eine intensive Debatte geführt. Eine grundsätzliche Klärung sei "von erheblicher praktischer Bedeutung", betont der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber. Denn auch in Deutschland werde darüber diskutiert, ob im Biologieunterricht auch der biblische Schöpfungsglaube und im Religionsunterricht die Evolutionstheorie zu behandeln seien. Es liege auf der Linie der Überlegungen des Rates, das Verhältnis zwischen beiden Betrachtungsweisen vorzugsweise in interdisziplinären Unterrichtsprojekten zu klären. Denn "dann können biologische und theologische Perspektiven jeweils in ihrer Eigenbedeutung zur Geltung gebracht werden".
Die Studie unter dem Titel "Weltentstehung, Evolutionstheorie und Schöpfungsglaube in der Schule" wurde von den Theologieprofessoren Michael Beintker (Münster) und Friedrich Schweitzer (Tübingen) konzipiert.
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