Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 18.03.2010, 14:49
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken_bw
  • Email_go_bw

Lehrer kritisieren NRW-Zentralabitur

"Schüler verschreckt und in Angst versetzt"

Mehr zu: Gymnasium, Mathematik, Naturwissenschaften, Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur, Schule
30.04.2008 -

(redaktion) Die Kritik am nordrhein-westfälischen Zentralabitur reißt nicht ab. Jetzt haben sich auch Lehrer zu Wort gemeldet. Bei bildungsklick.de berichten sie unter anderem, dass Schüler durch umfangreiche – und zum Teil überflüssige – Zusatzmaterialien verschreckt wurden und dass die Mathematikklausuren in diesem Jahr zum Nachteil der Schüler erheblich zu schwer waren. Auch der Philologenverband wählt deutliche Worte: Man müsse 2008 von einer großen Zahl handwerklicher Fehler ausgehen.

Die Bio-Klausuren kommentierte jetzt eine Lehrerin unter anderem so: "Jede der drei Aufgaben hatte im Schnitt 6 bis 7 Materialseiten. Die Schüler hatten genau 30 Minuten Zeit, sich durch dieses Material hindurch zu hetzen - anders war diese Materialschlacht nicht zu bewältigen. Kein Fachlehrer hätte diese Schlacht gewinnen können, um einigermaßen befriedigt eine Aufgabe verwerfen zu können. Als Schüler wurde man von diesem Material erschlagen. Was aber viel schlimmer ist: das Material war z.T. nur Schaumschlägerei und wurde für die Bearbeitung der Aufgaben nicht benötigt. Aber zunächst einmal sieht die Aufgabe wahnsinnig schwer aus, was Schüler nur verschreckt und in Angst versetzt."

Außerdem: "Die Verteilung der Punkte ist an manchen Stellen auch nicht nachvollziehbar. Aber es mussten ja insgesamt unbedingt 150 Punkte erreicht werden. Fröhliches Würfeln... Es ist keine Freude aufgetreten. Viele Kollegen teilen meine Meinung. Hoffentlich wird es nächstes Jahr besser. Hoffentlich haben die Verantwortlichen bis dahin gelernt."

Ein Mathematiklehrer stimmt diesen Beobachtungen zu: "So dürfen Abiklausuren nach nicht entwickelt werden, schon für 'normale' Klausuren gelten strengere Regeln! Waren die Matheklausuren im letzten Jahr wirklich gelungen (vielleicht etwas zu leicht), so sind sie in diesem Jahr zum Nachteil der Schüler erheblich zu schwer. Und da das Zentralabitur ja per Definition ein Erfolg ist, wird es sicherlich auch keinerlei Korrekturen geben, die die jetzigen Schüler betreffen. Leider verloren!"

Unterdessen hat das nordrhein-westfälische Schulministerium die Kritik an Aufgabenstellungen im Zentralabitur zurückgewiesen. Einschätzungen, wonach aufgrund schlecht ausfallender Abiturklausuren verstärkt Abweichungsprüfungen notwendig wären, seien spekulativ, erklärte Pressesprecher Andrej Priboschek.

Lesen Sie die aktuelle Diskussion im Forum zum Artikel NRW: Wieder Fehler beim Zentralabitur

20 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Kathy, am 04.05.2008, 01:11

Ich bin eine der Menschen, die dieses Jahr in Mathematik (Leistungskurs) ihr Abitur geschrieben haben und ich muss sagen, dass die beiden Analysis Aufgaben echt OK waren. Allerdings war die Aufgabe zur linearen Algebra (Oktaeder-Aufgabe nenne ich sie mal) wirklich kompliziert und hat mir vielleicht sogar mein Abitur versaut! :-(

Außerdem war viel zu wenig Zeit für diese drei Aufgaben.

Nunja jetzt dauert es noch kanpp vier Wochen und dann sind die Ergebnisse da! Ich denke mir jetzt...Kopf hoch, so schlimm war's vielleicht doch nicht! Aber man kann jetzt nur abwarten und Tee trinken, wie es so schön heißt!

von Michael, am 07.05.2008, 19:19

Ich bin einer der Schüler, die sein Zentralabitur im Fach Leistungskurs Biologie geschrieben haben! Dazu kann ich nur sagen: Es war eine einzige Katastrophe! Wie oben schon genannt, viel zu viel Material! Als Erstes habe ich die Ökologie-Aufgabe bearbeitet! Allein an dieser Aufgabe habe ich 3,5 Zeitstunden gesessen! Und da man insgesamt nur 4,25 Zeitstunden zur Verfügung hat, blieb gerade mal noch eine 3/4 Stunde für den 2. Aufgabenteil! Zudem war dieser Aufgabenteil noch gemischt mit Evolution und Genetik, was eine weitere Schwierigkeit darstellt! Wie auch immer es war viel zu viel Material und die Aufgabenstellungen waren oft nicht eindeutig, so dass man nicht wusste, ob man nun die Versuche sehr ausführlich oder nur knapp beschreiben soll! Zentralabitur im Fach Biologie war keineswegs für die Schüler von Vorteil! Ganz im Gegenteil im Gegensatz zum letzten Jahr wurden die Standard drastisch erhöht und ich finde da hört die Gleichberechtigung auf! Einerseits sollen Schüler gleiche Chancen auf Ihr Abitur haben, auf der anderen Seite sieht man im Jahr 2007 und 2008 deutlich verschieden starke Anforderungen an die Schüler und das muss geändert werden! Alle Schüler müssen gleichwertige Aufgaben erhalten, denn sonst bringt ein Zentralabitur das möglichst obejektiv sein soll auch nichts! Ich hoffe die Verantwortlichen denken darüber mal nach und versetzen sich mal in die Lage der Schüler!

von Simon, am 07.05.2008, 20:55

Hi,

also bei mir siehts ähnlich aus. Ich habe die Grundkursklausur in Mathe schreiben müssen.

Mit 13 Punkten vorbenotet hatte ich ein sehr gutes Gefühl. Wie gesagt Analysis war echt super, das Niveau an den Grundkurs angepasst, allerdinfs bestand die Klausur aus zwei Aufgaben bzw HT's (Hauptthemen).

Und der zweite Teil ist nicht nachvollziehbar. Ein schiefer Würfel, darin ein Oktaeder, also vor allem der unsymmetrische Würfel hat im Grundkurs nix zu suchen. Die dazu gestellten Aufgaben haben ein großes Maß an Überlegungen erfordert und waren teilweise nicht mal mathematisch, sondern nur durch Vorstellungsvermögen zu lösen. Dazu kommt das Zeitproblem, denn die Aufgaben waren in den drei Stunden nicht zu lösen, meiner Meinung nach zumindest.

Naja is halt echt doof gelaufen, wir sind finde ich benachteiligt worden, aber hofentlich lernen die Herrschaften im Sinne der kommenden Absolventen.

von abiturientin, am 08.05.2008, 14:55

ich hatte biologie auch als leistungskurs und muss sagen, obwohl es viel zu viele materialen waren, waren die aufgaben ziemlich einfach und gut zu bewältigen..ich war eigentlich ganz zufrieden. mathe hatte ich als grundkurs und war entsetzt als ich die aufgaben sah, mathe hat mir auf jeden fall den schnitt versaut...so etwas haben wir noch nie gemacht, und es geht beim abitur um meine zukunft, ich habe das gefühl dem minesterium ist nicht klar was das abitur für viele schüler bedeutet!

von Liz, am 11.05.2008, 09:11

Ich gehöre auch zu denen die dieses Jahr Abi machen und habe ebenfalls Bio LK-- jedoch fand ich die Aufgaben an sich gar nicht mal so schwer-- jedoch fande ich das teilweise wirklich unnötige und vorallendingen zeitraubende Beschreiben der Materialien einfach daneben-- ich hatte mit der Genetikaufgabe angefangen und hatte für die Ökologieaufgaben dann wirklich wenig zeit-- schlecht für mich das die hauptsächlich daraus bestand alle 6 oder 7 Seiten zu beschreiben-- schätze das wird meiner benotung auch den Schnitt runter ziehen-- ziemlich ärgerlich

von abiturientin2, am 11.05.2008, 16:54

Das Schulministerium macht meiner Meinung nach den 2. schritt leider viel zu häufig vor dem 1.

Das Zentralabitur wird eingeführt, aber die richtige vorbereitung und umsetzung ist längst noch nicht gefunden.

wie können solche fehler bei einer vermeindlich ach so hohen Instanz überhaupt passieren?

von Thomas, am 12.05.2008, 03:32

Ich gehöre zu den Mathe-Lk Schreibern und kann die Aufregung absolut nicht nachvollziehen. Die Klausuren (und auch die Oktaeder-Aufgabe) waren, verglichen mit der Vorabi-Klausur, geradezu lächerlich leicht. Ich halte es für absolut überzogen, wegen einer Aufgabe, bei der das Koordinatensystem mal nicht so angebracht ist, wie man es kennt, ein derartiges Theater zu machen.

Früher nannte man so etwas "Transferleistung" oder so, heute ist es eine nicht zu bewältigende Aufgabe ...

Armes Deutschland.

von Alexandra, am 12.05.2008, 17:27

Ich habe ebenfalls die LK-Klausur Mathematik geschrieben und bin partout nicht fertig geworden, obwohl ich mit 14,75 Punkten vorbenotet bin.

Statt den Fähigkeiten, Strukturen zu erkennen oder logische Schlüsse zu ziehen, wurde hauptsächlich die schnelle Anwendung von Rechenregeln gefordert – es war eine Hochgeschwindigkeitsklausur, die aus mathematischer Sicht unheimlich anspruchslos war und bei der alles hauptsächlich davon abhing, wie lange man geübt hatte. Auch wir hatten die Oktaederaufgabe und nachdem man die beiden anderen Aufgaben gelöst hatte, hat die Zeit für sie einfach nicht mehr gereicht. Hatte man Methoden und Inhalte gelernt, anstatt ständig dieselben Umwandlungen von Parameter- zu Koordinatenform und zurück zu üben, war man benachteiligt. Dies sollte nicht so sein, da sowohl in der Mittelstufe Verständnis wichtiger ist (viele Schüler kennen ein paar Regeln, die beim Umgang mit Funktionen gelten, aber dafür wissen sie nicht, was eine Funktion ist) als auch später an der Universität.

So eine Klausur ist einfach unfair und stellt einen nicht zu unterschätzenden Schritt dar, den Schülern den Spaß an der Mathematik endgültig zu trüben.

von Rainer Sting, am 15.05.2008, 15:09

Hinsichtlich der Mathe-Klausuren beim diesjährigen Abitur in NRW darf es eigentlich nur eine Lösung geben:

Die Note ist proportional zu erbrachten Leistung deutlich anzuheben. Man darf die Schüler nicht für die Unfähigkeit im Ministerium bestrafen.

von Simon, am 19.05.2008, 02:19

Ich habe dieses Jahr Abitur in Mathematik LK und Biologie LK geschrieben.

Zu Mathe muss ich sagen, ich fand die Oktaeder Aufgabe wirklich übel und die Zeit für die Klausur insgesammt auch zu kurz.

Bei Biologie sah ich das größte Problem nicht im Anspruch der Aufgabe, das eine besonders schwierig ist, sondern eher darin die Frage zu verstehen, was mich meist zu Materialbeschreibungen verleitet hat.

Was ich viel schlimmer finde, ist, das aus meiner Sicht die Fremdkorrekturen sehr unfair laufen. Im vorherigen Jahrgang hat die hälfte eines Kurses im Fach Deutsch gk unterhalb von 4- gahangen und so seinen schnitt bespaßt. Soetwas kann wirklich nicht sein.

Ich bin aus mehreren Gründen und nicht zuletzt aus den Gründen der Benotungskritärien entweder für eine größere Auswahl von Themen (vor allem im Fach Mathematik) und der Abschaffung von Fremdkorrekturen.

von Kristina, am 19.05.2008, 19:21

Ich habe auch die Klausur im Mathe LK geschrieben und frage mich, wie denn jetzt das Abitur der Schüler/innen vom letzten Jahr gerechtfertigt ist? Eigentlich überhaupt nicht mehr, denn da es um einiges leichter zu bewältigen war, verliert es schließlich an Wert.

Auch die Verteilung der Punkte bei den einzelnen Aufgaben lässt zu wünschen übrig, immerhin musste man bei schwereren Aufgaben weniger erreichen, was in diesem Jahr ganz anders war. Auch der Umfang an Aufgaben hat sich derart erhöht, dass es, wie bereits von vielen erwähnt, kaum möglich war diese in Ruhe durchzurechnen, geschweige denn sie anschließend noch einmal durchzuschauen.

Sich weiterhin so stur zu behehmen, wie das Schulministerium es tut, lässt mich nur an Ihnen zweifeln, für mich legen Sie mit Ihrem Verhalten keine Professionalität an den Tag, da die Verantwortlichen anscheinend nicht in Lage sind, mit den Aufgaben, wie z.B. angemessene Klausuren zu stellen, umzugehen.

Natürlich ist bedeutet es weniger Arbeit, sich nicht darum kümmern zu müssen, das jetzt doch alles fair abläuft, aber anscheinend sind die Meinungen von Schülern und Lehrern, die vom Abitur mehr betroffen sind, unbedeutend und nicht ernstzunehmen.

von Niklas, am 20.05.2008, 11:04

Zitat von Kristina "Natürlich ist bedeutet es weniger Arbeit, sich nicht darum kümmern zu müssen, das jetzt doch alles fair abläuft, aber anscheinend sind die Meinungen von Schülern und Lehrern, die vom Abitur mehr betroffen sind, unbedeutend und nicht ernstzunehmen."

Dem stimme ich voll und ganz zu. Ich habe unter anderem in dem Fach Biologie als LK und Mathe als GK meine schriftlichen Prüfungen abgelegt. Biologie war einfach zu viel Material, auch wenn der Anspruch der Aufgaben wiederum etwas geringer war, dennoch schwierig aufgrund der Materialfülle zu bearbeiten. Zu Mathe muss ich sagen, dass die Oktaeder-Aufgabe im GK ein schlechter Witz war. Eine derartige Aufgabe habe ich in meiner gesamten Schullaufbahn nie gesehen und einfach nicht dem Standard eines GK entsprechend. Außerdem sind die Kontrollergebnisse überflüssig und nötige Kontrollergebnisse nicht vorhanden. Und zu guter Letzt ziehen sich die Verursacher dieses Kriegsfeldes wie feige Kinder in ihre Höhlen wieder zurück und geben an, es wäre alles gut zu machen gewesen. Dieses Zentralabitur ist in einigen Fächern einfach nur ein schlechter Witz gewesen!

von Caro, am 29.05.2008, 20:47

Ich find es toll, dass Leute, die nichts über die Inhalte der Fächer wissen, behaupten " Die Aufgaben waren lösbar!"...

In Biologie kann ich es absolut nicht verstehen, warum ich 7 Seiten Material nicht nur zur Kenntnis nehmen muss, sondern auch beschrieben muss....das ist absolut zeitraubend gewesen und einfach super überflüssig...wenn man eine gezielte Frage zu den Material gestellt hätte, hätte man auch kontrollieren können, ob die Schüler den Inhalt des Materials verstanden haben, aber einfach sinnlos runterschrieben, was in den Materialien zu sehen ist...kann iwie nicht Sinn einer Klausur sein

von Isabell, am 30.05.2008, 22:36

Ich hatte auch Mathe-LK.

Die Abiklausur fand ich eigentlich ok..-bis ich meine Note bekommen hab.

Ich hab das Gefühl, die Erwartungshorizonten müssen ziemlich schwer zu bewältigen gewesen sein, denn aus unserm Kurs müssen etwa die Hälfte der Schüler in die Nachprüfung. Die meisten sind nicht über ne 4 hinaus gekommen. Viele Schüler von uns, die mit 13 oder 14 Punkten vorbenotet wurden, haben in der Klausur vieren. Das zeigt doch, dass da irgendwas gewaltig schief gelaufen sein muss. Gemein, dass wir das jetzt ausbaden dürfen...

von Peter Göttel, am 31.05.2008, 16:59

ich hatte fast alle meine matheklausuren zuvor im einser bereich geschrieben und hatte zeitlich nie probleme

die abiturklausur war realtiv schwer und dazu noch viel zu lang und wenn selbst die "besseren" schüler nicht fertig werden ist es paradox

selbst wenn die die aufgaben im nächsten jahr einfacher sind, haben wir da auch nichts mehr von

von abiturientin, am 03.06.2008, 18:57

ich hatte mathe gk und fand es ziemlich schwer. ich war zwar noch nie sehr gut in mathe, aber das ergebnis meiner mathe abiklausur hat mich schon sehr geärgert. während der prüfung sind mir schon einige komische angaben und fragen aufgefallen, auf die mein lehrer mir keine antwort geben konnte. und nun muss ich in die nachprüfung, wie 50% meinermitschüler die an meinem gymnasium mathe geschrieben haben.

ich finde das unverantwortlich, das ministerium sollte wenigstens seine fehler eingestehen und sich bei den abiturienten und lehrern die darunter leiden entschuldigen, wenn es schon nichts unternimmt um den schaden zu begrenzen.

der fairness halber muss ich noch sagen, das die aufgaben des deutsch und sozialwissenschaften lk total in ordnung und weder zu leicht noch zu schwer waren. in deutsch war unser gesammter kurs fast eine note besser als in der vorbenotung, das liegt jedoch an unserem sehr strengen lk lehrer. ich hoffe nun, das ich die nachprüfung einigermaßen ordentlich bestehe und das ich mit meiner verpatzten mathe note trotzdem mein architekturstudium antreten kann.

von Gregor, am 05.06.2008, 19:51

Ich gehöre wohl zu den ausnahmen mit 15 punkten im mathe lk. an meiner schule bin ich zumindest der einzige und wie ich mitbekomme, nrw-weit auch ein seltenes phänomen, insbesondere da ich noch 20 minuten zu früh abgegebn habe. wir hatten 2 analysis und die aufgabe mit dem "oktaeder des grauens". Mein gelaber hört sich wohl so an als sei dies für mich ne selbstverständlichkeit, ist es aber vorne und hinten nicht. Das Oktaeder war echt hammerhart und ich wundere mich, dass ich da wohl alles richtig habe. die letzte aufgabe davon war bei mir reines raten. zum glück habe ich mit der letzten aufgabe angefngen und gemerkt, dass ich zu wenig zeit habe, also volles program rechne, rechnen, rechnen, nicht mal ne frühstückspause hatte ich. dann auf einmal waren die 1. analysis aufgabe sehr kurz. fazit: Die zeiteinteilung ging gründlich daneben, die oktaederaufgabe war glückssache. Applaus Frau Sommer!!!

ps:vorbenotung war bei mir 13.25

von adi, am 12.06.2008, 14:26

Ich wundere mich immer wieder...

In Baden-Württemberg haben wir schon seit Jahren ein sehr gut funktionierendes System- warum wird dieses nicht einfach von NRW kopiert?

Wir sind ja auch CDU regiert, da sollte so eine Zusammenarbeit eigentlich kein Problem sein...

Irgendwo einfach traurig!

Ich habe dieses Jahr auch Abitur geschrieben (nunmal in BW) und bei uns waren eigentlich alle Prüfungen zwar anspruchsvoll aber durch geziehltes Lernen gut zu bewältigen.

von speedy, am 13.06.2008, 00:49

Ich habe vor ein paar Wochen meinen Meisterbrief erhalten und kann insofern verstehen, wie hier kritik geübt wird.

Denn auch hier sind die zu bewältigenden Aufgaben unter den gegeben Zeitvorgaben für einen durchschnittlich begabten Menschen praktisch kaum zu erfüllen.

Um die praktische Meisterprüfung (in meinem Fall im Malerhandwerk) zu bestehen, ist eine intensive Vorbereitung nötig, die völlige Hingabe und extreme Leistungsbereitschaft einfordert.

Wer nicht bereit ist, dies zu leisten, oder die Sache auf die leichte Schulter nimmt, hat schon von vornherein verloren.

Und auch hier bestätigt sich die Regel: Den Tüchtigen gehört die Welt

Nicht umsonst beträgt die durchschnittliche Durchfallquote ca. 60%, in meinem Kurs jedoch nur 20%, denn hier wurde von den meisten intensiv gearbeitet.

Letztendlich hat es eine nicht unerhebliche Anzahl Abiturienten doch geschafft, die gestellten Aufgaben befriedigend zu lösen. Das sollte den anderen zu denken geben.

von EasyOktaeder, am 14.06.2008, 12:26

Ich verstehe nicht, was an dieser Oktaederaufgabe Teil b) schwierig sein soll.

Klar ist, dass die Oktaedereckpunkte und die Würfeleckpunkte in einer bestimmen Weise miteinander verknüpft sind, die es herauszufinden gilt.

Ist der erste Schritt dazu nicht naheliegend? Nämlich einfach sämtliche in der Aufgabenstellung erwähnten Punkte (A, B, C, S1, P6, P8) mal dick zu markieren, und zwar vorteilhafterweise die Oktaederpunkte A, B, C, S1 in einer Farbe und die Würfeleckpunkte P6 und P8 in einer anderen. Damit man was SIEHT.

Und das tut man dann auch prompt, nämlich:

A liegt genau in der Mitte zwischen P1 und P8!

B liegt genau in der Mitte zwischen P1 und P6!

S1 liegt genau in der Mitte zwischen P6 und P8!

So sind die Punkte also miteinander verknüpft. Wie die "Umsetzung in Mathe" lautet, ist auch klar (a, b etc. bezeichnen Vektoren, nämlich die, die zu den entsprechenden Punkten zeigen):

a = (p1 + p8)/2

b = (p1 + p6)/2

s1 = (p6 + p8)/2

denn zu irgendwelchen zwei Punkten u und v ist (u + v)/2 stets der Punkt, der genau zwischen u und v liegt.

Die obigen drei Gleichungen bilden ein LGS für die drei Unbekannten p1, p6 und p8. Zur Lösung dieses LGS bietet es sich an, aus den ersten beiden Gleichungen p1 zu eliminieren, weil nach p1 in der Aufgabe nicht gefragt ist.

Man erhält p6 - p8 = 2 b - 2 a.

Zusammen mit der s1-Gleichung kann man daraus p6 und p8 leicht berechnen (einmal die Gleichungen addieren, einmal voneinander subtrahieren).

Ergebnis:

p6 = s1 + b - a

p8 = s1 - b + a

Fertig. Es folgt nur noch das banale Einsetzen der Zahlenwerte.


Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Für die Übertragung zusätzlicher Umsatzsteuereinnahmen für bessere Bildung unserer Schüler – Länder gestalten Bildungspolitik in gesamtstaatlicher Verantwortung"

München/Köln, 18.03.2010. Bayerns Kultusminister und KMK-Präsident Dr. Ludwig Spaenle weist den Versuch von Bundesbildungsministerin Annette Schavan zurück, an der Bildungshoheit der Länder zu rütteln. "Die Länder gestalten die Bildungspolitik in Letztverantwortung und nehmen sie auch in gesamtdeutscher Verantwortung ...

Schule

Prof. Rita Süssmuth beim GEW-Bildungsforum der didacta

Köln, 16.03.2010. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland eröffnet Chancen für eine Neuorientierung des Schulsystems und für längeres gemeinsames Lernen der Schüler. Bundestagspräsidentin a.D. Rita Süssmuth forderte auf einem Forum der GEW auf der Bildungsmesse didacta, dass Schluss sein ...

Berufliche Bildung

Warum werden Ausbildungsverträge gelöst?

11.03.2010. (red/pm) Selbst in Zeiten, in denen die Ausbildungsplätze knapp sind und ein großer Teil der Schulabgänger erst nach Umwegen eine Lehre beginnt, bricht im Bundesdurchschnitt fast jeder fünfte seine Ausbildung ab. Das beunruhigt seit Jahren all diejenigen, die für die Steuerung der dualen ...
in
Weiter auf bildungsklick.de
Aktuelle Kommentare
Schulferien
Derzeit sind Ferien in
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung