(redaktion) Einen Stopp der Umfrage zu der vom Magazin FOCUS-SCHULE geplanten Schuldatenbank hat jetzt der Landeselternverband Bayerischer Realschulen vom Bundeselternrat gefordert. Zuvor hatten bereits andere Elternvertretungen aus Bayern und Schleswig-Holstein erklärt, dass sie die Errichtung einer Schuldatenbank mit Sorge betrachteten. Der Grund des Unmuts: Der Vorsitzende des Bundeselternrats hatte gemeinsam mit dem Magazin der Burda Verlagsgruppe die Elternvertretungen der Schulen um Mitarbeit bei der Erstellung dieser Datenbank gebeten, ohne hinreichende Einbeziehung der Elternvertretungen auf Länderebene.
In einem Offenen Brief an den Vorsitzenden des Bundeselternrats, Dieter Dornbusch, erklären die bayerischen Realschuleltern jetzt, dass ihr Unverständnis über die Vorgehensweise des Bundeselternrates bei der FOCUS-Umfrage "kaum noch in Worte zu fassen sei". Sie wollen nun vom Bundeselternrat unter anderem wissen, wer an den Gesprächsrunden Ende letzten Jahres in der Redaktion von FOCUS-Schule in München teilgenommen hat, wer den Fragenkatalog erarbeitete, ob es zu einer Abstimmung des Fragenkataloges mit den Landesverbänden gekommen ist und wie dem Datenschutz Rechnung getragen wird. Und schließlich fragen die bayerischen Realschuleltern auch, ob es finanzielle Zuwendungen durch "FOCUS" an den Bundeselternrat oder an einen Mitgliedsverband gegeben habe.
"Vielleicht", so heißt es in dem Schreiben, "trägt die umfassende Beantwortung unserer Fragen noch vor der Frühjahrsplenartagung dazu bei, dass sich der Sturm im vermeintlichen Wasserglas wieder legt. Vielleicht ist es aber auch erst die Ruhe vor dem Sturm."