(redaktion) Der Bayerische Landtag hat jetzt das Büchergeld zum kommenden Schuljahr definitiv abgeschafft. Es wurde allerdings bereits schon seit Schuljahresbeginn nicht mehr erhoben.
Nur vier Jahre nach seiner Einführung ist das Büchergeld in Bayern damit bereits Geschichte. Die Gesamtkosten von 49,5 Millionen Euro übernimmt zukünftig zu zwei Drittel das Land, der Rest soll von den Städten und Gemeinden beigesteuert werden. Die hatten allerdings bis zuletzt gefordert, der Freistaat solle drei Viertel der Ausgaben übernehmen.
Das Büchergeld war im Schuljahr 2005/06 eingeführt worden. Bis zu 40 Euro jährlich mussten Eltern für die Schulbücher ihrer Kinder zahlen. Das hatte nicht nur bei Eltern, Lehrerverbänden und Oppositionspolitikern zu Widerstand geführt, auch die Kommunen, die das Büchergeld eintreiben mussten, protestierten. Schließlich hatte die CSU-Fraktion bei ihrer Klausurtagung in Kloster Banz im vergangenen September die Kehrtwende beschlossen: Das Büchergeld musste seit Beginn dieses Schuljahres nicht mehr von den Kommunen erhoben werden.
Eine andere Entscheidung zum Büchergeld hat nur wenige Tage zuvor die schwarz-grüne Koalition in Hamburg getroffen. CDU und Grüne haben nämlich am 17. Juli in der Bürgerschaft die Abschaffung des im November 2005 eingeführten Büchergeldes abgelehnt. Eltern müssen also in Hamburg weiterhin die Schulbücher ihrer Kinder entweder selbst kaufen oder für die einjährige Nutzung eine Leihgebühr von rund 30 Prozent des Kaufpreises bezahlen.