URL: http://bildungsklick.de/a/61976/neue-toene-aus-baden-wuerttemberg-hauptschulempfehlung-abschaffen/
Artikel

Neue Töne aus Baden-Württemberg: Hauptschulempfehlung abschaffen

Philologenverband gegen Vorschlag des Justizministers

22.07.2008

(redaktion) Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll (FDP) hat jetzt vorgeschlagen, dass Grundschüler künftig keine Empfehlung mehr für die Hauptschule bekommen sollen. Stattdessen solle es nur noch Empfehlungen für die Werkrealschule, Realschule und das Gymnasium geben. Dem hat der baden-württembergische Philologenverband scharf widersprochen.

Der Justizminister hatte gestern unter anderem empfohlen, dass die Empfehlungen auch ihren verbindlichen Charakter verlieren sollten und den Eltern das letzte Wort bleiben müsse. Lehrer, so Groll, gründeten ihre Empfehlung für einen Schüler nicht selten auf persönliche Einschätzungen.

"Die Grundschulempfehlung hat eine unverzichtbare Funktion bei der Zuweisung von Kindern in die richtige Schulart. Sie lässt sich bezüglich ihres empfehlenden Charakters sicher noch verfeinern, sollte aber nicht abgeschafft werden. Wer die Abschaffung fordert, fördert schulische Fehlentscheidungen und stiehlt sich aus der bildungspolitischen Verantwortung", entgegnete nun der Vorsitzende des baden-württembergischen Philologenverband Baden-Württembergs, Bernd Saur. Er verwies außerdem darauf, dass die Grundschullehrer diese Grundschulempfehlung "sehr gewissenhaft und treffsicher" erstellten.


Zur Veröffentlichung freigegeben - bildungsklick.de


Zurück zum Artikel