Handwerk fordert verpflichtendes Vorschuljahr
Vorschläge zum Bildungsgipfel
Mehr zu: Bildungsgipfel, Frühe Förderung, Hauptschule, Individuelle Förderung, KIGA-Gebühren, Übergang zur Berufsausbildung, Berufliche Bildung, Kindergarten / Vorschule, Schule(redaktion/pm) Ein verpflichtendes letztes Jahr vor der Schule, flächendeckende Sprachtests und eine bessere Ausbildung der Erzieherinnen hat jetzt der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Otto Kentzler, gefordert.
"Ein Recht auf Hauptschulabschluss löst die Probleme der Schule nicht. Schule, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen angesichts des Bildungsnotstandes die Prioritäten im Bildungssystem neu setzen. Ziel muss es sein, Kinder und Jugendliche so frühzeitig zu unterstützen, dass sie die Schule erfolgreich bewältigen und die Zahl der Absolventen ohne Abschluss deutlich verringert wird", erklärte Kenztler mit Blick auf den Bildungsgipfel von Bund und Ländern im Oktober.
In den Schulen müsse Motivieren und Fördern zur methodischen Grundregel werden – statt Sanktionieren und Frustrieren, so Kenztler weiter. Defizite im Lernfortschritt müssten frühzeitiger erkannt und über individuelle Förderung abgebaut werden. Außerdem seien mehr Ganztagseinrichtungen notwendig, um die soziale Entwicklung insbesondere der Jugendlichen zu fördern, deren Elternhaus dies nicht mehr leisten könne.
Die Bildungszentren und Betriebe des Handwerks stünden als Partner der Schulen bereit, um mehr Berufsorientierung in den Unterricht der allgemeinbildenden Schulen zu bringen. Konkrete Vorschläge der Wirtschaft, so Kenztler, würden der Kultusministerkonferenz bereits vorliegen.
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