(redaktion/pm) "Wir wollen längeres gemeinsames Lernen – möglichst bis zur 10. Klasse." Dies fordern die beiden evangelischen Kirchen in Württemberg und Baden in einem Positionspapier zur Schulpolitik in Baden-Württemberg, das sie am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt haben. Gemeinsames Ziel sei dabei eine bessere Qualifikation für alle.
So sollen möglichst viele Jugendliche zu einem mittleren Bildungsabschluss geführt werden. Darüber hinaus fordern die beiden Kirchen, dass das Lernen mit individuellen Lernplänen ermöglicht wird.
Auch regen die beiden Kirchen an, Kindertageseinrichtungen und Schulen zu "Bildungszentren" für Kinder, Jugendliche und Erwachsene weiterzuentwickeln. Dazu gehöre auch, Kindertagesstätten zu Familienzentren umzugestalten. Weiter heißt es in dem Papier "Wir können uns ganztägige und frühzeitige Betreuungsangebote in Kooperation von Familie, Schule, Jugendarbeit und anderen Bildungsträgern vorstellen." Dazu gehöre auch, dass die Hausaufgaben in der Schulzeit erledigt werden, die Schule um 16 Uhr endet und der Mittwochnachmittag frei bleibe.
Die badische und die württembergische evangelische Kirche fordern, dass Akteure des Gemeinwesens in die Schule mit einbezogen werden. So sollen Wirtschaftsbetriebe, Vereine, Kirchengemeinden, Jugendarbeit u.v.m. die Schule mitgestalten.