Ohne Leitbilder in Schulen keine Bildungsrepublik Deutschland
Neue Studie der Uni Erfurt belegt Erfolge für gemeinsame Lernziele
Mehr zu: Deutschland, Eigenverantwortliche Schule, Forschung, Schulmanagement, Schulorganisation, Statistik, Schule(redaktion/idw) 40 bis 60 Prozent aller Schulen verfügen über ein gemeinsames Leitbild oder sind dabei, eines zu entwickeln. Dies ergeben Schätzungen auf Grundlage einer erstmals durchgeführten Studie zur Akzeptanz solcher Lehr- und Lernziele durch Lehrer und Schüler.
Wie sich bei einer - zunächst als Pretest - durchgeführten Studie an der Universität Erfurt zeigte, sind die Erfahrungen und Reaktionen auf Leitbilder unterschiedlich. Während sich viele Befragte positiv äußerten, gab es eine ablehnende Haltung nicht nur unter Lehrern, die generell kein Leitbild erstellen wollen, sondern auch unter denjenigen, die von der mangelhaften Umsetzung des Leitbildes enttäuscht sind. Jedoch überwog Zufriedenheit: Ohne Leitbilder in Schulen (auch Hochschulen) keine Bildungsrepublik Deutschland.
Ziel der Untersuchungen ist es, durch empirische Forschung in diesem Bereich eine Transparenz zu schaffen, die gegen sich verfestigende und stereotypisierende Einstellungen wirken kann. "Nur so wird es möglich sein, ein ganzheitliches Einstellungsbild zu erhalten und entsprechende konsensfähige Empfehlungen auszusprechen", sagt Professor Dr. Klaus Müller-Neuhof, der die Studie im Rahmen seiner Lehrveranstaltung an der Universität Erfurt veranlasst hat. "Nicht der Druck von oben, sondern das Vormachen, das Vorbild ist hier notwendig." Aber noch einen Erkenntnisgewinn erbrachte die Pretest- Studie: "Mit der Entwicklung eines Leitbildes an Schulen ist es nicht getan. Vielmehr sind Ausdauer, soziale Kompetenz und immer wieder frische Kreativität gefordert, um das Leitbild zu leben", so Klaus Müller-Neuhof.
Der Pretest wurde im Sommer 2008 von fünf Studierenden an der Universität Erfurt mit Unterstützung von schule-trifft-wirtschaft.de, der Kompetenzplattform für Unterrichtsmaterialien, durchgeführt. Befragt wurden online ca. 400 Pädagogen des Expertenkreises schuletrifft- wirtschaft.de (Rücklaufquote ca. 30 %), schriftlich per Brief 79 Leiter von Schulen in Erfurt (Rücklaufquote 32 %) und schließlich persönlich 69 Masterstudierende der Erfurt School of Education (ESE). Letztere speziell, um zu erfahren, wie Lehrer von morgen heute über das Thema denken.
Schon bei diesem Pretest, der sich an insgesamt 600 Pädagogen richtete, zeigten die Rücklaufquoten, dass das Thema "Leitbild" auf ein hohes Interesse stößt. Daher empfehlen die Erfurter Forscher, "die Pretest-Studie aufgrund der gemachten Ergebnisse zu vervollständigen und die Befragung dann bundesweit durchzuführen, - ein Schulleitbild-Monitoring zu realisieren, das kontinuierlich misst, wie das Leitbild an Schulen aktiviert bzw. gelebt wird," auf den Monitoring-Ergebnissen aufbauend einen Leitbildfahrplan zu editieren, der Beratung und Empfehlung für Entwicklung und Pflege von Leitbildern in Intervallen von 12 bis 24 Monaten verfügbar macht.
Die komplette Studie "Leitbild und Schule - eine Pretest-Studie über die Einstellungen von Lehrern und Lehrerinnen" kann unter angefragt werden unter .
Prof. H.-P. Blossfeld, Uni Bamberg, bastelt ein Bildungspanel, es wird 70.Mio.€ kosten, weiß auch nicht so genau, was das ist und was er will?!(habe berichtet!) Mir nach sind die Leitbilder dieselbe Eier, nur in einer anderen Projektion! Dank Frau A. Schavan wird jetzt jeder Unsinn, als Produkt mühsamer "Forschung" verkauft, wenn die "Bildungsrepublik Deutschlad" noch drauf geschmiert ist, dann kriegt mann noch Prämie dazu. Klar, wäre es dumm, das nicht nutzen...
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