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Wissenschaftler fordern Verbot von Killerspielen

Kölner Aufruf gegen Computergewalt

Mehr zu: Forschung, Gewalt in der Schule, Killerspiele, Medienkompetenz, Sonderthemen
22.12.2008 -

(redaktioon) Mit ihrem "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" haben jetzt mehr als einhundert Erstunterzeichner ein Verbot der "Herstellung und Verbreitung von kriegsverherrlichenden und gewaltfördernden Computerspielen für Kinder und Erwachsene" gefordert, unter ihnen Prof. Dr. Christian Pfeiffer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen und die beiden Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther von der Universität Göttingen und Prof. Dr. Manfred Spitzer von der Universität Ulm.

"Wir lassen nicht zu", heißt es in dem Aufruf, " dass Kinder und Jugendliche zu Tötungsmaschinen auf den virtuellen und realen Schlachtfeldern dieser Welt abgerichtet werden." Killerspiele, so heißt es weiter, entstammten den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert würden: Die Soldaten würden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung werde abgebaut. Genauso würden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten "Spiele" seien in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität: Sie erzeugten Angst, Stress und andauernde Adrenalinschübe. Weil sie unmittelbare Handlungen in einem Reiz-Reaktions-Schema erzwingen würden, verhinderten sie gleichzeitig gezielt kritische Distanz und Mitgefühl. "Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen", heißt es wörtlich.

Dass es einen sogenannten Wissenschaftsstreit über die Wirksamkeit von Killerspielen gebe, weisen die Unterzeichner des Aufrufs zurück: Mehr als 3500 empirische Untersuchungen würden den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Mediengewalt und gesteigerter Aggressivität belegen.

9 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Walter C., am 23.12.2008, 00:08

Als ehemaliger Kriegsteilnehmer möchte ich hierzu meine Meinung äußern;

Es geht um den Balkankrieg 1991-1995 (der sich bereits 1989 abzeichnete). 1991, als der Konflikt offen wurde, war ich acht Jahre alt.

Nach zwei Jahren Waffengewalt (Luftangriffe, Tagelanges Artilleriefeuer usw), wurde unsere Region 1993 überrannt. Ich geriet in Gefangenschaft und verbrachte sechs Monate in einem Serbischen Lager für Zivilisten. Nach der Befreiung kam ich in ein Flüchtlingslager in der Slowakei wo ich weitere acht Monate auf ein Lebenszeichen meiner Familie wartete.

Danach in Deutschland angekommen (das Int. Rote Kreuz führte uns hier zusammen), war ich nicht fähig einen Satz am Stück zu sagen und hatte extreme Verhaltensstörungen (milde gesagt). Die Erlebnisse in Gefangenschaft hinderten mich daran zu schlafen oder ein Vertrauen gegenüber meinen Mitmenschen zu entwickeln. Damit ich nicht immer nur dasitze und „Laute“ von mir gebe, kaufte mir meine Mutter einen alten PC.

Durch die Spiele damals lernte ich mich zu konzentrieren, einem Ziel nach zu eifern bis es erreicht war – und auch, dass man mit „Virtuellen Kameraden“ (Bots) es leichter hat als allein. Nach und nach übertrug ich dies aufs reale Leben. So wurde aus einem versetzungsgefährdeten Hauptschüler mit Agressionsausbrüchen (…) innerhalb eines Jahres der Klassenbeste, der immerhin noch den Realschulabschluss machte. Inzwischen habe ich eine qualifizierte Ausbildung und gehe seit sechs Jahren meiner Arbeit nach. Bezahle Steuern, Miete...

Meine größte Straftat? - Ein Punkt in Flensburg!

Puh, ist doch lang geworden, der Text. Aber ohne „Killerspiele“ hätte ich ihn wohl nicht schreiben können. Denn es waren Killerspiele, die mich heilten! Die Menschen, die mich in den Neunzigern zum Krüppel auf Lebenszeit gemacht haben, haben niemals Killerspiele gespielt – somit verstehe ich dieses angestrebte Verbot der Spiele nicht. Es geht um Kooperation, Taktisches Denken und Teamgeist. Töten – das ist Sache der Politiker. Sie beschließen Kriege aus denen Menschen in Behältern zurückkehren. Politiker werden sich aber nicht verbieten lassen, hm?

von C. Blumentopf, am 27.12.2008, 11:55

Und da rufen sie wieder: verbieten und verbannen! Medienwirksam in Szene gesetzt schallen die Kassandrarufe in die weihnachtlich-friedlich gestimmte Tannenbaumidylle. Unter dessen Grün aller Voraussicht nach mehr Nintendo DS und Wiis zu finden sind als Ego- oder Taktikshooter. Spiele und Spielsysteme also, mit denen innovative Wege eingeschlagen werden. Sicherlich sind diese nicht der Weisheit letzter Schluss, bieten aber - anders als die selbst ernannten Herren und Damen Moral- und Ethikwächter - Alternativen. Hier sollte die Wissenschaft ihre öffentlichen Gelder investieren und spannende, dennoch gewaltfreie und lehrreiche, dennoch nicht langweilige, Spielkonzepte entwickeln helfen. Denn, dass Spielen eine der effektivsten Lernhilfen ist, lässt sich kaum noch leugnen

von Hartmut Slomski, am 28.12.2008, 16:34

Erstmal kommt jetzt die Forderung nach einem Verbot von Killerspielen! Und was kommt dann danach? Natürlich die Forderung nach einem Verbot von Black Metal! Anschließend dann ein Verbot sämtlicher Musik, die sich irgendwo in den Genres Metal, Gothic und Dark Music bewegt! Und von wen geht das wohl letztendlich aus? Natürlich von den Kirchen, den evangelikalen Fundamentalisten und anderen religiösen Spießern! Es ist doch schon jetzt klar zu erkennen, woher der Wind wirklich weht!

von fritz, am 29.12.2008, 20:06

Natürlich macht es sich gut, gegen Killerspiele zu argumentieren.

Die Aussage, dass Kinder und Jugendliche dadurch zu Tötungsmaschinen abgerichtet werden, wird allein schon durch den Beitrag von Walter C. vom 23.12.2008 00:08 widerlegt.

Vielleicht sollte man aber doch überlegen, warum die Killerspiele so attraktiv sind. Könnte es sein, das die Gesellschaft zu wenig Alternativen bietet? Kinder und Jugendliche wollen etwas leisten. Wenn die Schule keine passenden Entwicklungsumgebungen bietet, sind Computerspiele ganz allgemein doch eine wunderbare Möglichkeit, sich zu bewähren. Wer im Fernsehen die täglichen Bilder von Bomben und Schießereien aktive Menschen abstoßen, so sind doch die Computerspiele von Tetris über World of Warcraft bis zu wirklich grausamen Kreationen ein Angebot, das nicht nur Konzentration und Reaktionsvermögen fordert und fördert sondern vor allem stets eine sofortige Rückmeldung über Erfolg oder Misserfolg liefert. Dabei ist ganz wichtig, dass die Misserfolge anonym bleiben können, während die Erfolge auf der Scoreliste sichtbar werden.

In meinen Augen ist es natürlich schade um die vielen Stunden, die mit den Spielen verbracht und nicht vornehmlich dazu genutzt werden, mit demselben Eifer Wissen und Qualifikationen zu erwerben.

Würden Lehrkräfte und Didaktiker von den Autoren der Computerspiele lernen, wie man bei Hunderttausenden die Motivation stetig steigert, würden die Killerspiele für die meisten nur noch durch ein Verbot interessant bleiben.

Falls es Ihre Netiquette erlaubt, hier drei Beiträge zum Thema:

1. www.mitmischen.de/wordp...e-virtuelle-welt/

- ein Blog des deutschen Bundestags

2. bildungsstandards.de/killer.html

- Killerspiele, Kultusminister und Amok in Emsdetten

3. www.bildungsstandards.de/manifest.htm

- Dortmunder Manifest

von Andreas Schneider, am 28.01.2009, 11:31

3500 wissenschaftliche Untersuchungen sollen also zu diesem Thema in Arbeit sein. Mich würde da mal zunächst interessieren, wie hoch der Anteil der (jungen) Menschen ist, welche sog. Killerspiele spielen. Wahrscheinlich würden wir herausfinden, dass über die Hälfte der männlichen Personen unter 30 Jahren in ihrer Jugend oder bis zum heutigen Tag diese Art der Unterhaltung hin und wieder wählen, um sich abzulenken.

Es ist einfach ein "neueres" Gesellschaftliches Phänomen und die Unterzeichner des zitierten Aufrufs müssten sich zunächst die Frage stellen, ob sie nicht Voreingenommen sind gegenüber diesem, ihnen unbekanntne Phänomen. Diese Art der Spiele (ich erinnere mal an die ersten Versionen von Mortal Kombat, hoher Blutanteil) gibt es schon seit den frühen 90ern. Und jetzt produzieren diese Spiele auf einmal Tötungsmaschinen?

Meiner Ansicht nach sollten die Unterzeichner folgendes in Betracht ziehen

a) in Computerspielen geht es niemals um real existierende Personen

b) Computerspiele erzeugen eine Illusion, keine Realität

c) der Nutzer des Spiels kann durchaus zwischen dieser Illusion und der Realität unterscheiden

d) in Filmen werden mitunter ähnliche Illusionen erzeugt (oder schlimmer), diese sind jedoch inzwischen Gesellschaftlich akzeptiert, sogar das "Splatter" - Genre; vielleicht sollten die Unterzeichner mal einen Blick auf das "Fantasy Filmfest" werfen.

e) Mitleid oder Mitgefühl findet natürlich in diesen Spielen nicht statt, da keine Menschen betroffen sind. Es sind nur die Abbilder von Menschen, hier sei an Magritte erinnert "Ceci n'est pas une pipe"

f) Ich habe bestimmt schon mehrere hundert ego - shooter gespielt, würde aber nicht sagen, dass ich dadurch Kenntniss davon hätte, wie so eine Bazooka oder ein MG eigentlich funktioniert.

g) Die Amerikanische Armee ist umgekehrt auf den Zug aufgesprungen: sie versuchte die Spieler von Ego-Shootern zur Armee zu locken, in dem sie selber einen Shooter veröffentlichte (die erste Version war kostenlos). Hierbei war es tatsächlich Ziel, die "Arbeitsweise" der amerikanischen Armee zu transportieren. Das Spiel wurde kein großer Erfolg, die Ursache dafür vermute ich, darin, dass die Handlungsmöglichkeiten der Spieler zu stark eingeschränkt waren. Bei den Klassikern unter den Shootern (o.ä.) bieten die Spieleplattformen zahlreiche Möglichkeiten, in denen die Kontrahenten ihre persönlichen Strategien entwickeln können (bspw. bei Counterstrike, auch wenn ich selber immer Quake bevorzugt habe.

Ich denke, die Antwort ist schon etwas zu ausführlich, aber der "Aufruf" machte es notwendig. Ich weis sehr wohl, dass ich mir selber die Frage stellen muss, ob ich im nachhinein mein eigenes Verhalten nicht übermäßig positiv beurteile. Aber das ist halt so bei Menschen: hinterher sagen wir uns immer "meine Entscheidung war richtig"

von Gari_Baldi, am 02.02.2009, 15:35

Ah der geliebte Prof. Pfeiffer versucht wieder medienwirksam das Konglomerat aus Militär, Politik und Industrie zu zerstören. Das seine fundierten Aussagen auch hier wieder zu finden sind verwundert kaum, diente er doch in der Vergangenheit als Paradegesprächspartner für tendentiell negativ gefärbte Beiträge, vor allem der Öffentlich Rechtlichen( de.youtube.com/watch?v=yxwVDqbFnMM , de.youtube.com/watch?v=p4nuE0bahXg ) und RTL. Ihm zu eigen ist natürlich wieder die Verschwörung der gesamten Fachwelt und sämtlicher Kollegen die auf diffusen Wegen unqualifizierte Studien veröffentlichen und heimlich Zahlungen der Medienindustrie beziehen. Schon seine alte These je mehr mediale Gewalt Kinder konsumieren, desto gewaltätiger agieren sie auch, sollte jedem vernünftigen Meschen schoon fragwürdig erscheinen. Erstens zeigen sich im allgemeinen Zusammenleben nie solche direkten Bezüge, sondern unser Verhalten setzt sich aus einer Vielzahl von Faktoren zusammen. Wobei ich diesen Einfluß der medialen Gewalt nicht absprechen möchte, aber ein solcher direkter, linearer Zusammenhang erscheint doch sehr weit herausgegriffen. Wie dem auch sei das Thema scheint kein Ende zu nehmen. Aber es gibt ja immer noch die guten Grau-Importe aus dem benachbarten EU-Ausland, der uns den Schrecken solcher Mediengeister wie Herrn Pfeiffer nimmt.

Zum Schluß noch eine seiner fundiertesten Aussagen. de.youtube.com/watch?v=XNSiwrreioc

von I.Bauer, am 17.02.2009, 13:04

Natürlich wieder von und mit Prof.Dr. Christian Pfeiffer, unserem medial dauerpräsenten Ekschberdden für so ziemlich alles.

Der Professor aus Hannover war schon für allerlei wichtige wissenschaftliche Durchbrüche verantwortlich.

Erinnert sich noch jemand an seine bahnbrechende Entdeckung, wonach der (angebliche) Hang ostdeutscher Jugendlicher zum Rechtsextremismus daher kommt, daß sie in der Kinderkrippe gemeinsam auf dem Töpfchen sitzen mußten?

www.rbb-online.de/_/tha...p/key=3734068.html

Erinnert sich noch jemand an den "Fall Sebnitz"?

"Im Jahre 2000 beförderte ein Gutachten Pfeiffers maßgeblich den so genannten Joseph-Fall um den Tod des achtjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah in der sächsischen Kleinstadt Sebnitz. Pfeiffer attestierte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Mutter, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Gehör gefunden hatte. Nach dieser Aussage hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als ihr Sohn von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten „Hinrichtung“ ertränkt worden sei. In den nächsten Tagen übernahmen zuvorderst die Bild, aber auch viele andere Tageszeitungen das Gutachten ohne weitere Prüfung und lösten eine Welle der Entrüstung aus. Erst nach einer Woche erhärtete sich die gegenteilige Annahme, dass das Kind in Wahrheit verunglückt sei. Pfeiffers Gutachten hatte bis dahin aber weltweite publizistische Resonanz gefunden, tiefe Betroffenheit über die scheinbar noch immer virulenten rechtsradikalen Aktivitäten in Deutschland hervorgerufen und zum Empfang der Mutter durch den SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler Schröder geführt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Unfall rund drei Jahre zurück"

de.wikipedia.org/wiki/C...eiffer_(Politiker)

Traurig genug, dass solche Leute von meinen Steuergeldern finanziert ihre Propaganda verbreiten können. Noch trauriger, daß sich die Medien nicht mal von der durch den Professor wenigstens mitverusachten Riesen-Zeitungsente um Sebnitz (s.o.) davon abhalten lassen, ihm weiter eine Bühne zu bieten.

Ich bin fast 50 Jahre alt, gehe einem juristischen Beruf nach, habe eine Familie und spiele seit Jahren Ego-Shooter.

Bei dem Gedanken, daß mir Menschen wie dieser Professor kraft ihrer überlegenen Weisheit allen Ernstes vorschreiben wollen, was ich in meiner Freizeit spielen darf und was nicht, werde ich ungleich aggressiver als bei jedem Killerspiel, das ich bisher kennenlernen durfte.

von Holzbein, am 05.04.2009, 16:42

Schon auf in den ersten Abschnitten finden sich Fehler:

-"Sie demütigen, foltern, verstümmeln" usw., so was ist in keinem Spiel, was auf dem deutschen Markt zu finden ist möglich.

-Dann geht's ja auch schon weiter: "Killerspiele sind aktives Kriegstraining". Es stimmt, dass das US-Militär Spiele-ähnliche Software zu Trainingszwecken nutzt, die zum Teil später als Spiel herausgegeben wurde. Sie wurde genutzt um den Soldaten Orientierung, Taktik und Teamwork beizubringen. Meiner meinung nach keine schlechten Eigenschaften.

-"Längst ist wissenschaftlich nachgewiesen"... Wirklich? Die Realität der Studien sieht doch nunmal so aus: Von 10 Studien sagen 3"Killerspiele machen aggressiver", 4"Wir konnten keine Wirkung feststellen", und die letzten 3 sagen sogar "Sog. Killespiele senken widererwarten die Aggression". Das zeigt man muss einfach nur die richtigen Studien anbringen um seine eigene Meinung zu untermauern.

Und sowieso klingt das alles wie ein Szenario aus einem Schlechten Film oder Buch.

Früher sagten wir zu so was Verschwörungstheorie und waren der Meinung, dass Leute, von denen so was kommt, nicht ganz dicht sind. Heute ist so was ein Aufruf.

Machen wir uns einmal darüber Gedanken...

von applefreak92, am 25.04.2009, 18:04

Die öffentliche Meinung ist die, dass Jugendliche, die am Computer ihre Freizeit verbringen, introvertierte, sozial untragbare und gewalttätige Freaks sind, scheint weit verbreitet. Allerdings kommen diese Meinungen interessanterweise von Menschen jenseits der 60, von denen einige, wie im ZDF gesehen, ihre Texte auf einer mechanischen(!) Schreibmaschine schreiben. Dass der Computer gerade in ländlichen und strukturschwachen Regionen die einfachste, schnellste und kostengünstigste Methode ist Wissen zu erwerben und mit Gleichgesinnten zu diskutieren oder meinetwegen auch zu Spielen. In manchen Regionen leben in Orten mit 300-500 Einwohnern nur 3 oder 4 Jugendliche, und die nächste Stadt(3000 Einwohner, ein ALDI und ein paar kleine Läden) 20 km entfernt sind (ich spreche aus Erfahrung) ist der Computer eine Bereicherung, keine Gefahr.

Auch Ego-Shooter die angeblich "Killerspiele" sind und Jugendliche zu "Killermaschinen erziehen" sind oft deutlich weniger Brutal als manche Filme. Gegen Jugendliche die mit 12 oder 13 Jahren Filme wie SAW oder Final Destination sehen, sagt niemand etwas. Wenn eine Person aber im vollen Wissen um ihre Verantwortung und die Situation seiner Umwelt ein Computerspiel -egal welcher Art- spielt, wird er sofort als gemeingefährlich angesehen.

Ich selber treffe mich oft mit Freunden im alter von 16-18 Jahren um auf Lan-Partys Counterstrike,Battlefield oder Rainbow Six zu spielen, aber der einzige gesundheitliche Schaden zu dem es bei uns je gekommen ist, war Erbrechen durch eine ungesund hohe Mischung aus Koffein, Pizza und Zucker. Dass bei diesen Veranstaltungen auch Metal und andere "harte und gewaltverherrlichende" usik gehört wird (Rammstein) muss wohl nicht zusätlich erwähnt werden. Leider muss ich den Ort dieser Veranstaltung dringendst verschweigen, da sonst wohl bei der nächsten Veransatltung die GSG9 und der Verfassungsschutz höflich an die Tür klopfen werden, da wir ja eine Gefahr für die deutsche Bevölkerung darstellen.

Müßig zu erwähnen ist wohl auch, dass der angestrebte oder bereits erreichet Bildungserfolg dieser Personen das Abitur ist. Desweiteren können alle diese Personen überdurchscnittle Qualitäten in fortgeschrittener Programmierung, entwicklung von digitalen Komplettsystemen und verwendung von CNC-Systemen vorweisen, durch welche bereits im RoboCup (de.wikipedia.org/wiki/Roboterfußball) ein Deutscher Meistertitel sowie ein Vierter und zwei Siebte Plätze bei einer WM erreicht werden konnten. Und sowas ist dann auch die Schuld von Killerspielen?


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