Volksentscheid über Ethik und Religion in Berlin am 26. April 2009
"Wichtige bildungs- und integrationspolitische Entscheidung"
Mehr zu: Berlin, Ethik, Religion, Sport, Volksentscheid, Werteerziehung, Schule(redaktion/pm) Der Volksentscheid über Ethik und Religion in den Berliner Schulen findet am Sonntag, 26. April 2009, statt. Das hat der Berliner Senat gestern auf Vorlage des Senators für Inneres und Sport, Dr. Ehrhart Körting, beschlossen.
Die Initiatoren des Volksentscheids hatten für eine Kopplung an die Europawahl am 7. Juni plädiert, weil sie sich davon eine größere Beteiligung und bessere Erfolgschancen erhoffen.
Der Volksentscheid ist dann erfolgreich, wenn die Mehrheit der Teilnehmer und mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten dafür votieren – das sind rund 610.000 Ja-Stimmen. Sollte es dazu kommen, dann würde spätestens ab 2010 der erst 2006 in Berlin eingeführte Ethikunterricht für alle Siebt- bis Zehntklässler durch einen Wahlpflichtbereich ersetzt, in dem die Schüler zwischen Ethik oder Religionsunterricht wählen können.
Der Senat hat den nun beschlossenen Termin der Abstimmung damit begründet, dass es sich dabei um eine wichtige bildungs- und integrationspolitische Entscheidung handele, die so schnell wie möglich getroffen werden sollte.
Im Land der Dichter und Denker (da gab es doch mal was..) gibt es offenbar nichts Wichtigeres als im Angesicht des offensichtlichen Bildungsnotastandes über die Manifestation des Aberglaubens in den Hirnen unserer Kinder abzustimmen. Abgesehen von unnütz vergeudeter Energie und Euros, wäre gerade ein integrationsfördernder Ethikunterricht genau das richtige Fach! Hier können Philosophien, Glaubens- und Aberglaubensrichtungen usw. wertneutral analysiert und diskutiert werden. Religion, welcher Art auch immer, ist privatsache und hat im Bildungskanon als solitäres Fach nichts zu suchen. Es bleibt zu hoffen, dass die Berlinerinnen und Berliner ihre Kinder von diesem Lobbyreligionsfanatismus bewahren.
We hope that the citizens of Berlin are wise enough to see that ethics in schools is a positive step in bringing people of various religions, cultures and ethnicities together. It is also one of the few subjects which are fuelled by participation and free speech on the part of students and not hemmed by grades and thereby not discriminatory as are other subjects in an otherwise elitist school system. Shape tomorrow - start today !
Religion war und ist dafü verantwotlich, dass Menschen auf dieser Erde in Kriege ziehen, morden und töten. Seinen Glauben kann jeder Mensch im Herzen tragen. Doch einen Zwang zum religionsunterricht darf es nicht geben. Ein Papst der schwört, Kondome fördern das Leid in der 3ten Welt, beweist es eindeutig. Wie weltfremd muß man sein zu glauben, die Erde wurde in 7 Tagen erschaffen. Wo ist der große Gott angesichts der Krise, der Erderwärmung etc.? Darauf haben alle Religionen keine Antwort. Nur die Schuld, die schieben sie immer anderen zu. Stimmen Sie mit NEIN! Kinder sollten selbst entscheidne, was sie glauben udn was nicht. Eltern können grausam genug sein.
Es scheint mir doch bemerkenswert mit welcher blinden Wut der Atheismus es den bösen Religionen gleich tun kann. Religionsfreiheit macht nur einen Sinn wenn damit nicht nur eine Freiheit von Religion jeder Art gemeint ist.Jenseits von diesem Volksentscheid wünsche ich mir gegenseitigen Respekt, denn wir werden bis zum Ende dieser Welt wohl als "Gläubige" und "Ungläubige" miteinander auskommen müssen
was macht man, wenn man dazu beitragen will dass das begehren scheitert? nicht hingehen? oder hingehen und mit nein stimmen?
Mir stellt sich nicht die Frage nach Religion oder Ethik, sondern wieso werden solche sinnlosen Volksentscheide überhaupt abgehalten.
Als es um Euro oder DM ging sollte das Volk auch nicht entscheiden.
Wieder nur Beschäftigungstherapie für unsere Köpfe...denn wenn es um die wichtigen Dinge geht wird anscheinend über uns hinweg entschieden.
Wer zahlt eigentlich den ganzen Papiekram der da ins Haus kam????
Es lebe der Regenwald!!!
Und lasst die Schüler das an den Schulen entscheiden dort können Listen ausgelegt werden,dass spart sehr viel Papier.
Ich lass mir meinen Sonntag nicht verderben und schlafe aus.
MFG
Nein, es ist nicht blinde Wut, sondern mittlerweile totales Genervtsein. Es gibt kaum noch öffentliche Bereiche, wo nicht suggeriert wird, dass ohne religiöses Bekenntnis nichts geht, ob nun Fernsehen, Kino, Politik ... Dabei sind die Konfessionslosen mit fast 60% in der absoluten Mehrheit (Evangelische und Katholiken zusammen mal gerade 30%). Doch es ist nicht üblich, rumzurennen und kundzutun, dass man atheistisch ist. Nun aber geht es um einen entscheidenden Raum unseres Lebens. Und da meldet man sich zu Wort und sagt, hallo, Religion ist Privatangelegenheit!!! Da wundert man sich. Warum eigentlich, wenn man doch so tolerant ist. Der Hintergrund ist doch nicht der, dass man Wissen vermitteln will oder es um Wahlfreiheit ginge (wie Herr Jauch mit seiner Radiowerbung "Glauben" machen will!). Den Kirchen rennen die (zahlenden) Mitglieder weg, die Kinder haben immer weniger Bock, nach dem Unterricht zum Religionsunterricht zu gehen, und ganz wichtig: Lt. Papst-Agenda haben seine Schäfchen den knallharten Auftrag, nicht in erster Linie "Gottes Wort zu verkünden", sondern gegen diesen Mitgliederschwund etwas zu tun. Und wo kann man das am besten? Klar, in den Schulen. Und das auch noch kostengünstig. Man braucht kein eigenes Kirchenpersonal einsetzen, keine eigenen Räumlichkeiten bereitstellen, hat Anspruch auf einen eigenen Etat, kann öffentliche Veranstaltungen in den Schulen durchführen ... Und das alles bezahlt auch der atheistische Steuerzahler.
Die Frage ist doch, warum reicht den Kirchen der Ethik- oder besser noch Lebenskundeunterricht nicht aus? Weil da eben verkündet wird, dass es eben nicht nur eine Religion gibt ("... Ich bin der Herr, euer Gott .... ihr sollt keine fremden Götter haben neben Mir...") - und das es da auch noch Leute gibt, die ohne Religion leben. Das ist ein Bereich, wo man den Kindern vermitteln kann, dass sie trotz aller Unterschiede prima miteinander auskommen können. Nur, das bringt der Kirche, dem reichsten Wirtschaftsunternehmen der Welt, nichts. Sagen kann man das natürlich so nicht, also redet man von dem Besten für unsere Kinder und Wahlfreiheit - Kinder + Freiheit, darauf springen wir an. Wir sollen also alle benutzt werden, auch Ihr Christen... Ich habe gerade "Ihr Christen" gesagt, ich fasse es nicht. Für mich war das nie ein Thema, wenn jemand in meiner Umgebung religiös gebunden war. Wichtig ist mir der Mensch, ob ich mit dem kann, ob man zusammen was machen kann oder nicht. Diese Aktion trennt und führt nicht zusammen. Unsere Kinder sollen für die krampfhaften Interessen alter Männer im Vatikan und in kirchlichen Chefetagen herhalten. Das muss man erkennen und sich überlegen, ob man sich dafür einspannen lässt.
Übrigens: Wenn man "NEIN" sagen will, dann kann man das mit gemütlichem Ausschlafen tun, denn wer nicht zu dieser Wahl geht, der sagt damit "NEIN".
siehe auch:
Deutsche Atheistenkampagne / Buskampagne
Albert Einstein: Mein Glaubensbekenntnis
Liste prominenter Atheisten
interessant auch:
www.sueddeutsche.de/kultur/371/315264/text/
"Übrigens: Wenn man "NEIN" sagen will, dann kann man das mit gemütlichem Ausschlafen tun, denn wer nicht zu dieser Wahl geht, der sagt damit "NEIN". "
Das ist Unsinn.
"Damit der zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf durch Volksentscheid angenommen ist, muss die Mehrheit der Teilnehmer und zugleich mindestens 25 % der Stimmberechtigten zustimmen, das sind nach der heute festgestellten Zahl der Stimmberechtigten mindestens 611 422 Ja-Stimmen."
Schule
"Inklusion gelingt dann, wenn man sie will"
23.05.2012. (red) Eine Schule für alle - was in Deutschland gegenwärtig heftig diskutiert wird, ist in Italien längst Realität. Seit der Abschaffung der Sonderschulen vor 35 Jahren besuchen dort alle Kinder gemeinsam die Schule bis zum Ende der achten Klasse. Über die Erfahrungen, die Erfolge, aber auch ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...Hochschule
Weniger Gasthörer an deutschen Hochschulen im Wintersemester 2011/2012
Wiesbaden, 22.05.2012. 34 600 Gasthörerinnen und Gasthörer besuchten im Wintersemester 2011/2012 Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging die Anzahl der Gasthörer im Vergleich zum vorhergehenden Wintersemester um 10,4 % zurück. Ursachen für den ...- Berlin: Muslime für gemeinsamen Ethikunterricht
- Bundesweite Mehrheit für einen gemeinsamen Werteunterricht
- Rechtsgutachten: Pflichtfach Religion für Konfessionslose verfassungswidrig
- Pro Reli-Behauptung von der Wahlfreiheit ist "pure Heuchelei"
- Weiterhin Streit um Schulfach Ethik in Berlin
- Berlin: Kampagne für Fortsetzung des Ethikunterrichts gestartet
- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback