Viel Geld für die Verwaltung – wenig für die Schule
Aktuelle Analyse über Ausgaben für die Schulverwaltung
Mehr zu: Forschung, PISA (Studie), Schulverwaltung, Statistik, Schule(redaktion) Trotz sinkender Schülerzahlen wird mehr Geld für die Schulverwaltung ausgegeben - im Jahr 2005 über eine Milliarde Euro. Zwischen 1995 und 2005 nahmen die Schulverwaltungsausgaben aller Bundesländer um durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr zu. Die öffentlichen Ausgaben für Schulen stiegen in diesem Zeitraum dagegen nur um 1,27 Prozent, im Osten sanken sie, so das Ergebnis einer Analyse, die jetzt von der Forschungsabteilung der Deutschen Bank veröffentlicht wurde.
"Betrachtet man die Schulausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), so ist der Befund ebenfalls bedenklich", heißt es in dem Papier der beiden Autoren Dr. Ingo Rollwagen und Thomas Dapp. Im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung seien die Ausgaben für Schulen in 13 von 16 Bundesländern von 1995 bis 2005 gesunken. Nur Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben demnach relativ gesehen mehr Geld für Schulen ausgegeben.
Ein weiteres interessantes Ergebnis: Trotz des absoluten Rückgangs waren die Ausgaben für Schulen im Verhältnis zum BIP in den ostdeutschen Ländern deutlich höher als im Westen. Diese Bundesländer erreichten 2005 ein Ausgabenniveau zwischen 2,5 und 3,2 Pozent des BIP. Außerdem weisen die Autoren drauf hin, dass Sachsen und vor allem Sachsen-Anhalt Bildungsinnovationen mit weniger Bürokratie vorangetrieben hätten. Die westlichen Bundesländer gaben zwischen 1,4 und 2,5 Prozent des BIP für Schulen aus.
Die Autoren räumen zwar ein, dass es bisher keine transparenten und vergleichbaren Maßstäbe für Schulqualität, die Ergebnisse von Bildungsanstrengungen sowie die Ausgaben für die Verwaltung von Schulen gibt, verweisen aber gleichwohl auf die Ergebnisse der PISA-Studie auf Länderebene (PISA-E). Diese zeige, dass einige der Länder in der Spitzengruppe sich schon als Musterschüler im Hinblick auf die Eindämmung der Schulverwaltungsausgaben gezeigt hätten.
Während in NRW durch Erhöhung der zu leistenden Pflichtstunden, des Wegfalls der Vertretungsreserve, der Erhöhung der Schüler-Lehrer-Relation usw. eine mehr als 20 %ige Erhöhung der Belastung der Kolleginnen und Kollegen zu verzeichnen ist, blähen sich die sekundären Verwaltungsaufgaben in den Bezirksregierungen durch Q4 bis Schulleiterüberprüfung. Daher verwundern die Zahlen nicht, sie sind eher von verzerrter
Schule
"Ein Kind mit Lernschwierigkeiten gehört auf eine Regelschule"
08.02.2012. (red) Mit der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wurde in Deutschland ein Rechtsanspruch auf inklusive Bildung geschaffen. Aber der Ausbau inklusiver Bildungsangebote kommt in Deutschland nur schleppend voran. Von den 485.000 Schülern mit sonderpädagogischem ...Sonderthemen
Kritik an mangelnder Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland
Berlin, 08.02.2012. (hib/AW) Das Deutsche Institut für Menschenrechte übt schwere Kritik an der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Der Institutsmitarbeiter Hendrik Cremer begrüßte zwar am Mittwoch Vormittag vor dem Familienausschuss, dass Deutschland die bei der Ratifizierung abgegebene ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback