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Viel Geld für die Verwaltung – wenig für die Schule

Aktuelle Analyse über Ausgaben für die Schulverwaltung

19.02.2009

(redaktion) Trotz sinkender Schülerzahlen wird mehr Geld für die Schulverwaltung ausgegeben - im Jahr 2005 über eine Milliarde Euro. Zwischen 1995 und 2005 nahmen die Schulverwaltungsausgaben aller Bundesländer um durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr zu. Die öffentlichen Ausgaben für Schulen stiegen in diesem Zeitraum dagegen nur um 1,27 Prozent, im Osten sanken sie, so das Ergebnis einer Analyse, die jetzt von der Forschungsabteilung der Deutschen Bank veröffentlicht wurde.

"Betrachtet man die Schulausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP), so ist der Befund ebenfalls bedenklich", heißt es in dem Papier der beiden Autoren Dr. Ingo Rollwagen und Thomas Dapp. Im Verhältnis zur Bruttowertschöpfung seien die Ausgaben für Schulen in 13 von 16 Bundesländern von 1995 bis 2005 gesunken. Nur Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein haben demnach relativ gesehen mehr Geld für Schulen ausgegeben.

Ein weiteres interessantes Ergebnis: Trotz des absoluten Rückgangs waren die Ausgaben für Schulen im Verhältnis zum BIP in den ostdeutschen Ländern deutlich höher als im Westen. Diese Bundesländer erreichten 2005 ein Ausgabenniveau zwischen 2,5 und 3,2 Pozent des BIP. Außerdem weisen die Autoren drauf hin, dass Sachsen und vor allem Sachsen-Anhalt Bildungsinnovationen mit weniger Bürokratie vorangetrieben hätten. Die westlichen Bundesländer gaben zwischen 1,4 und 2,5 Prozent des BIP für Schulen aus.

Die Autoren räumen zwar ein, dass es bisher keine transparenten und vergleichbaren Maßstäbe für Schulqualität, die Ergebnisse von Bildungsanstrengungen sowie die Ausgaben für die Verwaltung von Schulen gibt, verweisen aber gleichwohl auf die Ergebnisse der PISA-Studie auf Länderebene (PISA-E). Diese zeige, dass einige der Länder in der Spitzengruppe sich schon als Musterschüler im Hinblick auf die Eindämmung der Schulverwaltungsausgaben gezeigt hätten.


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