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Baden-Württemberg: Tote bei Schul-Amoklauf

Mutmaßlicher Täter geflüchtet

Mehr zu: Baden-Württemberg, Gewalt in der Schule, Schule
11.03.2009 -

(redaktion) Wie der SWR berichtet, hat heute ein Amokläufer in einer Realschule in Winnenden, 20 km nordöstlich von Stuttgart, mindestens zehn Menschen getötet. Das bestätigte die Polizei laut SWR. Der mutmaßliche Täter soll 17 Jahre alt sein und aus Leutenbach im Rems-Murr-Kreis kommen.

Der Täter, so berichtet der SWR, habe die Albertville-Realschule gegen 9.30 Uhr betreten und um sich geschossen. Der junge Mann soll auf seiner Flucht in Winnenden mindestens einen weiteren Mensch erschossen und einen zweiten schwer verletzt haben. Er sei in die Innenstadt geflohen.

Das Gebäude der Realschule ist inzwischen komplett geräumt und die Schüler werden von Psychologen betreut. Die Albertville-Realschule ist zusammen mit einem Gymnasium in einem Schulzentrum mit insgesamt 1.000 Schülern untergebracht.

4 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Sandro Picadello, am 11.03.2009, 14:28

Ich war heut morgen un 9.20Uhr in winnenden am Marktplatz einkaufen. Dann kamen viele Polizei-Autos mit bewaffneten Polizisten. Niemand warnt uns Fußvolk mit einem Lautsprecher. Keiner sagte:Bleiben sie in den Läden oder im Haus.

Trotzdem möchte ich der Polizei danken ,für alle Betroffenen mein Beileid.

von Andreas, am 11.03.2009, 17:40

Ich bin mir nicht sicher, aber war nicht vor etwa einem 3/4 Jahr schon ein Zwischenfall an einer Realschule in BW? Oder habe ich da etwas Falsches in Erinnerung?

von Regina, am 13.03.2009, 22:09

Der ganze Vorfall ist schrecklich und furchtbar und es mussten viele Unschuldige sterben, aber hat mal jemand nachgedacht was der Junge wohl vielleicht über viele Jahre hat ertragen müssen, wurde er an dieser Schule von Schülern gemoppt und die Lehrer haben weggesehen? Haben andere Schüler welche nicht klüger waren,deren Eltern aber vielleicht besser mit den Lehrern konnten, bessere Noten bekommen? Hat er auf Grund seines Zeugnisses vielleicht keine Lehrstelle bekommen? Hat all dies am Ende dazu geführt? Ich will die Tat hier nicht entschuldigen, nur möchte ich einmal darauf aufmerksam machen, dass solche Taten immer eine lange Vorgeschichte haben. Den Vater hier anzuprangern, ob er richtig mit den Depressionen seines Sohnes umgegangen ist, ist ja wohl die Höhe,denn das müsste man den Psychologen fragen, denn nur dieser ist hier der "Fachmann" und kann hier falsch gehandelt haben. Die Eltern leiden sicher schon genug, denn ihr Sohn ist tot und ganz sicher machen sie sich auch große Gedanken wegen der vielen unschuldigen Opfer. Sie nehmen die Sache bestimmt nicht auf die leichte Schulter, wer denkt denn daran wie die Eltern mit all dem weiterleben können? Das Motiv wird wohl nie ganz ans Licht kommen, aber vielleicht machen sich Schüler und Lehrer einmal Gedanken darüber, was dabei herauskommen kann, wenn man einen Schüler über Jahre moppt oder auch nur einfach wegsieht. Nun lasst wenigstens die Eltern in Ruhe, denn die Zukunft ist bestimmt schwer genug für sie. Ich weiß wie mobbing aussieht!

von Andreas, am 18.03.2009, 18:09

@ Regina:

Ich glaube nicht, dass irgendjemand dem Vater Vorwürfe machen möchte, ob er mit seinem Kind und dessen psychischen Problemen korrekt umgegangen sei. Die Vorwürfe ihm gegenüber beruhen vielmehr darauf, dass er die Waffen nicht ausreichend gesichert hat. Dass dies in dem speziellen Fall extremere Folgen hatte als in anderen Fällen ist sicherlich tragisch. Vorzuwerfen ist es sicherlich allen Waffenbesitzern, die ähnlich sorglos mit ihren Waffen umgehen. Aber solange nichts schlimmeres geschehen ist, fällt es bei diesen halt nicht auf.


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