Forderung zum Down-Syndrom Welttag: Inklusion
Bund und Länder sollten endlich Initiativen auf den Weg bringen
Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Deutschland, Förderschule, Handikap, Inklusion, Statistik, Schule(redaktion/pm) "Das Motto des 4. Down-Syndrom Welttages sollte lauten: Inklusion", erklärte der behindertenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Erwin Lotter. "Barrierefreiheit bedeutet so verstanden: Wir erleichtern nicht behinderten Menschen die Teilhabe am Leben Nichtbehinderter, sondern gestalten unsere Infrastruktur von vornherein so, dass alle daran teilhaben können".
Grundsätzlich sollte unter Berücksichtigung der Wunsch- und Wahlfreiheit von Eltern und Kind die gemeinsame Beschulung behinderter und nichtbehinderter Kinder in Regelschulen die Normalität sein", betonte der Politker.
Seit 2006 ist der Tag des Frühlingsanfangs den Menschen mit Trisomie 21 (Down Syndrom) gewidmet. Das Datum soll das 21. Chromosom symbolisieren und der März steht als dritter Monat des Jahres für die Verdreifachung des Chromosomenmaterials. Denn bei Menschen mit Trisomie 21 ist das 21. Chromosom 3-fach vorhanden. Weltweit finden an diesem Tag Aktionen statt, um auf die Situation der Menschen mit Down-Syndrom aufmerksam machen.
"Der Down-Syndrom-Welttag wäre für die Regierungen in Bund und Ländern der richtige Zeitpunkt, endlich Initiativen zur Inklusion auf den Weg zu bringen. Alle warten darauf", forderte Lotter.
Jährlich kommen weltweit schätzungsweise 200.000 Kinder mit Trisomie 21 zur Welt. In Deutschland ist eines von 600 bis 800 Neugeborenen betroffen. Allerdings fehlen exakte Zahlen, weil die Daten nicht systematisch erhoben werden.
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