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Abschlussprüfung

Pannen bei Zentralabitur in Hessen

Mathe-Test mit fehlerhafter Aufgabenstellung

Mehr zu: Abschlussprüfungen, Hessen, Mathematik, Zentralabitur, Schule
28.03.2009 -

(redaktion/HNA) In Hessen sollten am Freitag Abiturienten mit fehlerhaften Aufgabenstellungen im Fach Mathematik getestet werden, so meldet HNAonline. Die Schulen seien von den Schulbehörden über die Fehler unterrichtet worden, als die Tests schon angefangen hatten.

Die Aufgabenbögen seien schon verteilt gewesen, "als als die Sekretärin mit einem Fax aus Wiesbaden hereinkam", zitiert HNAonline einen verärgerten Lehrer aus Osthessen. Fünf Minuten später sei sie mit einem zweiten Papier erschienen, "mit der Korrektur der Korrektur." Weiter wird von Chaos und großer Hektik während der Tests berichtet, weil Schüler sich teilweise schon intensiv mit der falschen Aufgabenstellung auseinandergesetzt hatten.

Lehrer haben kaum Zeit, Fehler in den Tests zu erkennen, weil sie aus Sicherheitsgründen die Aufgaben erst am Morgen der Prüfung erhalten.

Unverständnis zeigte die Landesvorsitzende der Elternbeiräte, Kerstin Geis: "Man muss davon ausgehen können, dass von Fachkräften erstellte Aufgaben auch fehlerfrei sind. Es ist nicht akzeptabel, dass Schüler in Prüfungssituationen mit solchen Turbulenzen konfrontiert werden."

Ruhe behielt allein Kultusministerin Dorothea Hezler (FDP), die versicherte, den Schülern würden dadurch keinesfalls Nachteile entstehen. Man werde jetzt mit Hilfe einer unabhängigen Kontrollgruppe überlegen, wie zukünftig auch kleinste Fehler vermieden werden könnten.

Auf die Suche nach Möglichkeiten für fehlerfreie Aufgabenstellungen für das Zentralabitur im Fach Mathematik hatte sich vor einem Jahr bereits Barbara Sommer, Schulministerin in Nordrhein-Westfalen, machen müssen: hier waren Schüler im Test an einer unlösbaren Aufgabe verzweifelt: bildungsklick.de/a/60635/zentral-abitur-mathe-aufgabe-unloesbar/

Link:
www.hna.de/

1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Ana Gebauer, am 04.04.2009, 20:03

Die Verantwortlichen im Ministerium werden hof- fentlich die Korrekturen der Wiederholungs- klausur vornehmen müssen? Es kann ja nicht sein, dass die Fachlehrer die Pannen aus- baden... Oder???

Aber natürlich wird es genau so sein: Die Verantwortlichen sind nicht auszumachen, man zuckt die Achseln und sondert seichte Worte des Bedauerns ab. Die Konsequenzen tragen andere. Andere, die erneut 20, 30 oder mehr Stunden über den Korrekturen sitzen dürfen - selbst- verständlich zusätzlich, ohne angemessenen Ausgleich finanzieller oder zeitlicher Art. Aber das ist ja in Ordnung - schließlich wissen wir spätestens seit Gerhard Schröder, dass Lehrer nichts wert sind, faule Säcke eben, was macht es da schon, wenn sie mal ein "paar" Stunden mehr arbeiten. Nicht wahr?

(Preisfrage dazu: Wieviele Stunden arbeitet besagter G. Schröder, der für seine Stammtisch- parolen mit dem Amt des Bundeskanzlers belohnt wurde, für seine Aufsichtsratsvergütung, die das ???fache des Lehrergehalts beträgt ???)

Fazit: Ihr, die ihr schon Lehrer seid, könnt nichts mehr daran ändern, dass ihr (sofern ihr gut und leistungsfähig seid) dank unfähiger Personen zusätzliche Arbeit leisten dürft, immer und immer wieder - aber ihr, die ihr noch die Weichen für euer Leben stellen könnt:

Lasst euch nicht täuschen, wenn man euch jetzt zu locken versucht mit Ködern, die glänzen wie Gold - sie sind nichts als Talmi und Tand!!!


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