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Ziele des Bildungsgipfels werden nicht erreicht

Aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung

31.03.2009

(redaktion) Die Erhöhung des ´Bildungsbudgets´, wie auf dem Bildungsgipfel im Oktober in Dresden verabredet, wäre zwar ein richtiger, aber nur ein erster Schritt auf einem Weg, der Deutschlands Bildungssystem an die Standards wichtiger Industrieländer heran führen könnte. Zu diesem Schluss kommt der Essener Bildungsforschers Prof. Klaus Klemm in einer aktuellen Studie.

Klemm hatte im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung ausgerechnet, welche Reformen mit den Zielsetzungen des Bildungsgipfels umgesetzt werden könnten.

Im vorschulischen Bereich wäre demnach ein Ausbau der Krippenplätze für 35 Prozent der Kinder im entsprechenden Alter, die Sicherung von Kindergartenplätzen für alle Kinder im Alter von drei bis unter sechs Jahren, die Gebührenfreiheit für alle Vier- und Fünfjährigen und ein Einstieg in eine Hochschulausbildung des Personals darstellbar.

Die Ausgaben je Schüler würden in Folge der sinkenden Schülerzahlen deutlich ansteigen. Diese Demografierendite´ könnte insbesondere für den Ausbau der Ganztagsschulen und für eine deutlich verbesserte Arbeit mit der Gruppe der ´Risikoschüler´ eingesetzt werden.

Zugleich macht Klemm auch deutlich, welche dringend anstehenden Aufgaben bei der auf dem ´Gipfel´ verabredeten Perspektive nicht zugleich zu leisten seien: kleinere Klassen würden nicht möglich, Ganztagsschulen als Regelfall blieben in weiter Ferne, die Verbesserung der Ausbildung in den Hochschulen auch durch günstigere Betreuungsrelationen blieben unerreicht, ein bedarfsdeckendes Stipendiensystem sei nicht in Sicht.


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