Universitäts-Kolleg Ilmenau bildet naturwissenschaftlich - technische Elite aus
Deutschlandweit einzigartiges Schulprojekt gestartet
Mehr zu: Berufsorientierung, Gymnasium, Hochbegabung, MINT-Fächer, Naturwissenschaften, Schulprojekte, Schule(redaktion/idw) Um naturwissenschaftlich-technisch interessierte Gymnasiasten frühzeitig für ihre Berufliche Laufbahn zu spezialisieren, startet die Technische Universität Ilmenau ein deutschlandweit einzigartiges Projekt. Im neu geschaffenen "Universitäts-Kolleg an der Goetheschule Ilmenau", einem staatlichen Gymnasium mit Spezialklassen naturwissenschaftlich-technischer Richtung, werden Schülerinnen und Schülern über den gymnasialen Lernstoff hinaus fundierte ingenieurwissenschaftlich-technische Grundlagen und hochspezialisierte Praxisfertigkeiten vermittelt.
Bereits ab dem kommenden Schuljahr 2009/2010 werden an der Goetheschule Ilmenau die ersten Kolleg-Schüler unterrichtet. Um dies zu ermöglichen, unterzeichneten die Partner, u. a. die Technische Universität, die Goetheschule und das Staatliche Berufsschulzentrum Ilmenau, im Thüringer Kultusministerium einen entsprechenden Vertrag. Dabei hob Kultusminister Bernward Müller "die hervorragende Initiative der Kooperationspartner hervor, die zur Stärkung der Region, des Wirtschaftsstandortes und des wissenschaftlichen Nachwuchses beiträgt".
Ziel des Universitäts-Kollegs ist es, eine naturwissenschaftlich- technische Elite auszubilden. So soll dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel in den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Berufen entgegen gewirkt werden. Nach ihrer vierjährigen Ausbildung werden die Absolventen des Kollegs in der Lage sein, ein anspruchsvolles universitäres Studium an angesehenen Universitäten beschleunigt zu absolvieren und abzuschließen. Dazu erfolgt die Ausbildung teilweise in Englisch.
Ausbildungsbeginn im Universitäts-Kolleg ist Klassenstufe 9, das Abitur wird am Ende der 12. Klasse abgelegt. An der TU Ilmenau werden die Schüler als so genannte Frühstudenten immatrikuliert. Dies ermöglicht es ihnen, auf international anerkanntem Bachelor-Niveau an Vorlesungen, Übungen und Praktika teilzunehmen. Sie werden also frühzeitig in einen regulären Studiengang integriert und können so sehr viel früher als gleichaltrige Schüler in das Studien- und Berufsleben einsteigen - bei erfolgreicher Teilnahme an allen angebotenen Lehrveranstaltungen und Prüfungen bis zu einem Jahr.
Die Arbeiten der beteiligten Einrichtungen im Universitäts-Kolleg werden durch die TU Ilmenau Service GmbH koordiniert. Insbesondere stellt sie Kontakte zur Wirtschaft her und organisiert die Praktika in Unternehmen. Jörg Augustin, Geschäftsführer der TU Ilmenau Service GmbH: "Die Firmen begrüßen besonders die frühzeitige Einbindung von berufspraktischen Elementen in die schulische Ausbildung. Die Heranführung der Schüler an die Belange und Anforderungen der Unternehmen ist beispielhaft für eine gute Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft."
Das Kolleg ist überregional ausgerichtet und wird europaweit beworben. Der überwiegende Teil der Schüler wird im hauseigenen Internat der Goetheschule Ilmenau wohnen. Die Gebühren für die Ausbildung, die Ganztagesbetreuung im Internat und das Studium an der TU Ilmenau werden vom Bundesland Thüringen getragen.
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