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Volksbegehren gegen Hamburger Schulreform

Abstimmung im Herbst

Mehr zu: Elternwille, Grundschule, Hamburg, Schulstruktur, Stadtteilschule, Schule
04.07.2009 -

(redaktion)Das Volksbegehren gegen die Hamburger Schulreform wird im Herbst 2009 stattfinden. Das hat die Hamburger Innenbehörde am Freitag mitgeteilt. Vom 28. Oktober bis 17. November 2009 können wahlberechtigte Hamburger darüber abstimmen, ob die sechsjährige Primarstufe eingeführt wird, oder ob es bei der vierjährigen Grundschule bleibt.

Das Volksbegehren "Wir wollen lernen!" will die grundlegende Schulreform, die Teil der Koalitionsvereinbarungen von CDU und GAL in Hamburg war, stoppen. Ziel des Volksbegehrens ist es, "das Recht der Hamburger Eltern zu erhalten, nach der Klasse 4 die Schulform für Ihre Kinder zu wählen", so deren Sprecher Walter Scheuerl.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Hamburger Schulbehörde mitgeteilt, dass zum Schuljahr 2010/11 insgesamt 23 Hamburger Grundschulen gleichzeitig mit der vierten und der fünften Jahrgangsstufe als Primarschule starten werden.

Sollten das Volksbegehren mehr als 61833 Unterstützungsunterschriften erhalten, kommt es in Hamburg zu einem Volksentscheid. Erfolgreich wird dieser dann aber erst, wenn 20 Prozent der Wahlberechtigten in Hamburg dafür stimmen.

7 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von jochen wiens, am 28.10.2009, 13:48

wie kann ich online abstimmen?

von André von der Liedt, am 30.10.2009, 14:24

Schönen guten Tag,

wollte fragen wo ich denn genau meine stimme nun abgeben kann?

von Holst, am 01.11.2009, 19:50

Schönen guten Tag,

wo kann ich denn meine Stimme abgeben?

von Sebastian, am 04.11.2009, 22:56

auf www.wir-wollen-lernen.de

gibt es die infos

man kann sich dort listen ausdrucken und selbst stimmen gegen die schulreform

zu sammeln

von Stefanie R., am 16.11.2009, 13:28

Liebe Eltern, gibt unseren Kindern Zeit + Unterstützung länger zur Grundschule gehen zu können. Schiebt Sie nicht einfach ab in die Hauptschule, wo die Kinder von anderen gehänselt werden und dort keine Zukunftsaussichten haben. Jedes Kind entwickelt sich anders und bekommt mehr / weniger Unterstützug von zu Hause.Es ist unsere Aufgabe für alle Kinder da zu sein. Natürlich müssen Eltern+Lehrer mitentscheiden, auf welche höhere Schule Ihr Kind dann weiter geht.

von Herbert LAuffs, am 18.11.2009, 10:09

Liebe Eltern,

eine Reform der Schule ist nötig, aber nicht wie sie jetzt geplant und umgesetzt wird. Wenn die Eltern die Verantwortung tragen,, dann sollen diese auch entscheiden auf welche Schule die Kinder gehen sollen und nicht die Lehrer, die für ihre Entscheidung nicht mehr die Verantwortung tragen müssen.

Es ist auch nicht nachvollziehbar, wo das Geld herkommen soll, was für die Umsetzung der Reform benötigt wird. Am Ende wird von der Reform aufgrund der nicht Finanzierbarkeit nur ein Bruchteil umgesetzt und wir alle können sehen, wie das Schulsystem noch weiter in den Keller geht.

Leider erleben wir die Umsetzung bei unserer Tochter direkt und sind schockiert, wie schlecht bereits jetzt der Start ist. Wenn das die Basis für die Schulreform ist, dann herzlichen Glückwunsch.

Lieber keine Reform als solch eine Reform.

von Nils Schott, am 29.11.2009, 22:11

Liebe Leser,

Ich selbst bin noch ein Schüler an einem Gymnasium und bin grundsetzlich nicht für diese Reform wie sie jetzt entstehen soll, dennoch halte ich nicht viel von den Methoden der Initiative "Wir wollen lernen".

Mit einem Kuchen in das Altersheim zu gehen um dort Stimmen zu holen finde ich persönlich abstoßend. Wo soll denn eine solche Gesellschaft hin führen?

Zu dem Punkt, dass die Eltern selbst entscheiden wollen, auf welche Schule ihr Kind geht: Das konnten sie bisher auch nicht!

Zwar konnten sie nach der vierten Klasse entscheiden auf welche Art von Schule das Kind geht, dennoch hat sich erst nach der sechsten Klasse entschieden ob dieses Kind auf der Schule bleiben kann. Und dort konnten die Eltern dann auch nichts mehr drehen. Und von der Aussage "Diese Schule ist aber viel besser als diese" halte ich auch nichts, denn es liegt zum größten Teil an den Eltern ob und was ihr Kind lernt.

Wenn die Eltern mit einer Schule unzufrieden sind, dann sollen sie selbst an die Schule gehen um diese zu verbessern.

Ich persönlich weiß durch der Schulkonferenz wie viel Macht die Eltern und Schüler gemeinsam haben wenn sie sich stark machen.

Und die Reform jetzt zu kippen wäre katastrophal. Es sollte eher die Reform in ihrem jetzigen Zustand verbessern und korrigieren, aber nicht wieder nach hinten gehen. Es kann nämlich immer nur voran gehen.

Viele Eltern haben sorgen, dass ihre Kinder von Leistungsschwächeren Schülern runter gezogen werden, aber das stimmt nicht!

Es fördert eher die Kinder, als das es ihnen schadet. Ich kann aus eigener Erfahrung sprechen. Wir leben nun mal in einem Sozialstaat. Die Betonung liegt auf "sozial".

Und dies sollten die Kinder so früh wie möglich lernen.

Es sollte also keine Aussonderung geben, sondern eher ein gemeinsames Miteinander.

Das beste Beispiel ist die "Jenaplan-Schule Jena". Wenn das Lernen wie dort statt findet, dann nenne ich das eine gelungene Schulreform.

MfG

Nils


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