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Bundesrat: Schulobst soll auch der Bund finanzieren

Vermittlungsausschuss angerufen

Mehr zu: Ernährung, Europa, Föderalismus, Gesundheit, Schulobst, Schule
10.07.2009 -

(redaktion/pm)Der Bundesrat hat in seiner heutigen Sitzung dem Schulobstprogramm nicht zugestimmt, sondern den Vermittlungsausschuss angerufen. Das europäische Schulobstprogramm muss nach seiner Ansicht des Bundesrates vom Bund kofinanziert werden. Außerdem möchte der Bundesrat eine flexiblere und einfachere Ausgestaltung des Programms erreichen.

Über das Programm sollen Schüler in den Pausen kostenlos mit Obst und Gemüse versorgt werden. Es ist Teil der europäischen Agrarpolitik zur Stärkung des Absatzes landwirtschaftlicher Produkte. Der Bundesrat hält es deshalb für verfehlt, die Vollzugs- und Finanzierungszuständigkeit der Länder mit ihrer Kulturhoheit zu begründen.

Die Initiative zum nunmehr vom Bundestag beschlossenen Schulobstprogramm geht auf einen Gesetzentwurf des Bundesrates zurück. Dieser sah jedoch den Bund in der Finanzierungs- und Durchführungsverantwortung. Die Höhe der Kofinanzierung beläuft sich auf rund 12,5 Millionen Euro.

2 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Ralf Weissmann www.linde-wildenbruch.de , am 11.07.2009, 13:42

Schade, dass unsere Regierung nicht zu Ende denkt. Kurzfristiges Denken hat langfristige Probleme!!!

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt täglich 5-8 Portionen Obst & Gemüse. Soll dass falsch sein?

Ach ja wenn die Kinder sich gesund ernähren, haben die Ärzte wieder nichts zu tun...

Gern laden wir den Bundestag, die EU-Kommission ein auf eine Woche Schulessen - nur ohne Diatzuschlag!

Schade, es ist so EINFACH!

von Sabine Kunze, Rothenburg, am 14.07.2009, 12:13

Unsere Kinder sind zu dick, treiben zu wenig Sport und essen das Falsche. Diese Feststellung hat vor Wochen die Leute empört - was könnte man dagegen tun? Die heutige Elterngeneration ist mit McDonalds und Fast food groß geworden, frische Lebensmittel und Kochen sind vielen unbekannt. Was kann man da machen? Z. B. frisches Obst und Gemüse kostenlos in der Schule verteilen. Das hat sogar die EU erkannt und gibt 20 Mill. Euro dafür. Aber in Deutschland streitet man sich über 12,5 Mill Kofinanzierung! Es ist einfach nicht zu glauben. Für verzockte Milliarden von Banken räumt man eine Bad Bank ein, für die der Steuerzahler blechen muß. Ich möchte lieber mit meinem Steuergeld dafür sorgen, dass Kinder gesund ernährt werden!!!! Aber Kinder sind ja keine Wähler - jedenfalls noch nicht.


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