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MINT-Bildung zum Markenzeichen Deutschlands machen

Initiative warnt vor weiterem Fachkräftemangel

20.07.2009

(redaktion/pm) Der deutschen Wirtschaft fehlen mehr als 60.000 Fachkräfte im so genannten MINT-Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Davor warnte heute die Initiative "MINT Zukunft schaffen" und erklärte gleichzeitig, dass sie die MINT-Bildung zum Markenzeichen Deutschlands machen wolle.

Anlässlich des 40 Jahrestags der Mondlandung präsentierte die von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und dem Bundesverband der Deutschen Industrie getragene Initiative zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln neue Zahlen zum Fachkräftemangel.

"Die MINT-Fachkräftelücke liegt derzeit bei rund 61.000. Spätestens nach Ende des konjunkturellen Abschwungs wird sich diese Lücke noch weiter öffnen", erklärte Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln. "Allein für altersbedingt ausscheidende MINT-Fachkräfte brauchen wir jährlich 50.000 bis 60.000 Nachwuchskräfte. Weitere rund 50.000 MINT-Professionals jährlich brauchen die Unternehmen, um zu expandieren. Die zu erwartende Zahl an Hochschulabsolventen kann diesen hohen Bedarf bei weitem nicht decken."

"Ein naturwissenschaftlich-technischer Abschluss bietet heute und in der Zukunft sehr gute Berufsaussichten", betonte Thomas Sattelberger von der Deutschen Telekom AG und Vorstandsvorsitzender der Initiative "MINT Zukunft schaffen". "Inzwischen erreichen die MINT-Initiativen der Unternehmen und Verbände mehr als drei Millionen Schüler, Studierende und Lehrende. Wir wollen MINT-Bildung wieder zum Markenzeichen Deutschlands machen. Wo die Krise kurzfristig Berufsaussichten verdunkelt, setzen die Unternehmen alles daran, den MINT-Absolventen gezielt Brücken in den Arbeitsmarkt zu bauen. Die deutsche Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der jungen MINT-Generation vollends bewusst."

"Ohne MINT wäre Neil Armstrong mit seiner Rakete niemals vom Erdboden abgehoben", so der Botschafter der Initiative und ehemalige Raumfahrer Prof. Ernst W. Messerschmid. MINT stecke in jedem Detail dieses technischen Wunderwerks. Nicht nur im All, auch auf der Erde sei MINT elementares Werkzeug. Ob in der Weiterentwicklung der Medizin oder bei der Bekämpfung des Hungers in der Welt.


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