Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 17:03
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken_bw
  • Email_go_bw

50. Internationale Mathematik-Olympiade ist entschieden

Deutsche Teilnehmerin ist Drittbeste der IMO 2009

Mehr zu: Auszeichnungen, Deutschland, Mathematik, Schavan, Wettbewerbe, Sonderthemen, Schule
21.07.2009 -

(redaktion/pm) Der Wettkampf der weltbesten Mathematiknachwuchstalente, die IMO 2009, zu der 565 Schülerinnen und Schüler aus 104 Ländern nach Bremen gekommen waren, ist entschieden. Insgesamt 282 Medaillen wurden heute bei der Siegerehrung im Bremer Konzerthaus "Die Glocke" überreicht, u. a. von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und der Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Renate Jürgens-Pieper. Deutschlands jüngste Mathe-Olympionikin Lisa Sauermann holte als drittbeste Wettkampfteilnehmerin Gold für Deutschland; in der Gesamtländerwertung erreichte das deutsche Team Rang 9.

Das deutsche Team errang eine Gold-, vier Silber- und eine Bronze- Medaille. Das bedeutet, dass alle sechs Mannschaftsmitglieder eine Medaille mit nach Hause nehmen durften.

Die erfolgreichste deutsche Teilnehmerin, die 16-jährige Dresdnerin Lisa Sauermann, erzielte 41 von 42 möglichen Punkten und löste auch die sogenannte "Grashüpfer-Aufgabe" (s. u.) perfekt, die als die zweitschwierigste Aufgabe in der IMO-Geschichte gilt. Das schafften außer ihr nur zwei Jungen, einer aus China und einer aus Japan. Für ihre Meisterleistung erhielt die jüngste deutsche Olympionikin eine Gold-Medaille.

Je eine Silber-Medaille holten Bertram Arnold (17) aus Halle an der Saale, Malte Lackmann (18) aus Neumünster in Schleswig-Holstein, Martin Merker (18) aus Jena und Jens Reinhold (17) aus Bielefeld. Bronze ging an Christoph Kröner (19) aus Stein bei Nürnberg.

In der Länderwertung, die durch Addition der Punkte der sechs Teilnehmer eines Teams entsteht, erreichte Deutschland Rang 9 unter den 104 teilnehmenden Ländern. Die ersten acht Plätze in der Gesamtwertung belegen China, Japan, Russland, Südkorea, Nordkorea, USA, Thailand und die Türkei; Weißrussland erreicht nach Deutschland Rang 10. 2008 hatte Deutschland noch auf Platz 20 gelegen, 2007 auf Platz 15, 2006 auf Platz 4.

Das IMO-Reglement sieht vor, dass etwa die Hälfte aller Schüler eine Medaille bekommt. Die Verteilung von Gold zu Silber zu Bronze entspricht dabei dem Verhältnis 1:2:3. In diesem Jahr wurden an die 565 Teilnehmer, darunter 59 Mädchen, 49 Goldmedaillen (ab 32 Punkten), 98 Silbermedaillen (ab 24 Punkte) und 135 Bronzemedaillen (ab 14 Punkten) vergeben; 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mindestens eine Aufgabe vollständig gelöst haben, aber nicht in die Medaillenränge gelangten, erhielten eine "Ehrende Anerkennung".

Hauptförderer der IMO 2009 ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das den Hauptanteil der Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Mio. € trägt. Die restlichen Kosten werden vom Land Bremen und in erheblichem Umfang von privaten Sponsoren finanziert. Hauptsponsoren sind hier die ArcelorMittal GmbH Bremen und die Business Technology Consulting AG (BTC). Als Projektträger war der Bonner Verein "Bildung und Begabung e.V." in Kooperation mit der Jacobs University Bremen für die Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltung verantwortlich. Während des Wettbewerbs in Bremen wohnten alle Schülerdelegationen und die erwachsenen Begleitpersonen auf dem Jacobs-Campus.

Die "Grashüpfer-Aufgabe"

Aufgabe 6. Es seien n eine positive ganze Zahl, a1, a2, . . . , an paarweise verschiedene positive ganze Zahlen und M eine Menge von n?1 positiven ganzen Zahlen, die nicht die Summe s = a1+a2+. . .+an als Element enthält. Ein Grashüpfer springt längs der reellen Zahlengerade. Er startet im Nullpunkt und vollführt n Sprünge nach rechts mit Längen a1, a2, . . . , an in beliebiger Reihenfolge. Man zeige, dass der Grashüpfer seine Sprünge so anordnen kann, dass er nie auf einem Punkt aus M landet.

1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Thomas, am 02.08.2009, 22:11

Ich habe die rumänischen Sieger im TV gesehen. Eine davon hat ein Stipendium für Havard erhalten. Warum ist hier davon nichts zu lesen?


Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

5f0c01754217631b358840182a8f763cee3727e7
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Links zum Artikel
Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung