50. Internationale Mathematik-Olympiade ist entschieden
Deutsche Teilnehmerin ist Drittbeste der IMO 2009
Mehr zu: Auszeichnungen, Deutschland, Mathematik, Schavan, Wettbewerbe, Sonderthemen, Schule(redaktion/pm) Der Wettkampf der weltbesten Mathematiknachwuchstalente, die IMO 2009, zu der 565 Schülerinnen und Schüler aus 104 Ländern nach Bremen gekommen waren, ist entschieden. Insgesamt 282 Medaillen wurden heute bei der Siegerehrung im Bremer Konzerthaus "Die Glocke" überreicht, u. a. von der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan, und der Bremer Senatorin für Bildung und Wissenschaft, Renate Jürgens-Pieper. Deutschlands jüngste Mathe-Olympionikin Lisa Sauermann holte als drittbeste Wettkampfteilnehmerin Gold für Deutschland; in der Gesamtländerwertung erreichte das deutsche Team Rang 9.
Das deutsche Team errang eine Gold-, vier Silber- und eine Bronze- Medaille. Das bedeutet, dass alle sechs Mannschaftsmitglieder eine Medaille mit nach Hause nehmen durften.
Die erfolgreichste deutsche Teilnehmerin, die 16-jährige Dresdnerin Lisa Sauermann, erzielte 41 von 42 möglichen Punkten und löste auch die sogenannte "Grashüpfer-Aufgabe" (s. u.) perfekt, die als die zweitschwierigste Aufgabe in der IMO-Geschichte gilt. Das schafften außer ihr nur zwei Jungen, einer aus China und einer aus Japan. Für ihre Meisterleistung erhielt die jüngste deutsche Olympionikin eine Gold-Medaille.
Je eine Silber-Medaille holten Bertram Arnold (17) aus Halle an der Saale, Malte Lackmann (18) aus Neumünster in Schleswig-Holstein, Martin Merker (18) aus Jena und Jens Reinhold (17) aus Bielefeld. Bronze ging an Christoph Kröner (19) aus Stein bei Nürnberg.
In der Länderwertung, die durch Addition der Punkte der sechs Teilnehmer eines Teams entsteht, erreichte Deutschland Rang 9 unter den 104 teilnehmenden Ländern. Die ersten acht Plätze in der Gesamtwertung belegen China, Japan, Russland, Südkorea, Nordkorea, USA, Thailand und die Türkei; Weißrussland erreicht nach Deutschland Rang 10. 2008 hatte Deutschland noch auf Platz 20 gelegen, 2007 auf Platz 15, 2006 auf Platz 4.
Das IMO-Reglement sieht vor, dass etwa die Hälfte aller Schüler eine Medaille bekommt. Die Verteilung von Gold zu Silber zu Bronze entspricht dabei dem Verhältnis 1:2:3. In diesem Jahr wurden an die 565 Teilnehmer, darunter 59 Mädchen, 49 Goldmedaillen (ab 32 Punkten), 98 Silbermedaillen (ab 24 Punkte) und 135 Bronzemedaillen (ab 14 Punkten) vergeben; 96 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die mindestens eine Aufgabe vollständig gelöst haben, aber nicht in die Medaillenränge gelangten, erhielten eine "Ehrende Anerkennung".
Hauptförderer der IMO 2009 ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das den Hauptanteil der Gesamtkosten in Höhe von 1,5 Mio. € trägt. Die restlichen Kosten werden vom Land Bremen und in erheblichem Umfang von privaten Sponsoren finanziert. Hauptsponsoren sind hier die ArcelorMittal GmbH Bremen und die Business Technology Consulting AG (BTC). Als Projektträger war der Bonner Verein "Bildung und Begabung e.V." in Kooperation mit der Jacobs University Bremen für die Vorbereitung und Durchführung der Großveranstaltung verantwortlich. Während des Wettbewerbs in Bremen wohnten alle Schülerdelegationen und die erwachsenen Begleitpersonen auf dem Jacobs-Campus.
Die "Grashüpfer-Aufgabe"
Aufgabe 6. Es seien n eine positive ganze Zahl, a1, a2, . . . , an paarweise verschiedene positive ganze Zahlen und M eine Menge von n?1 positiven ganzen Zahlen, die nicht die Summe s = a1+a2+. . .+an als Element enthält. Ein Grashüpfer springt längs der reellen Zahlengerade. Er startet im Nullpunkt und vollführt n Sprünge nach rechts mit Längen a1, a2, . . . , an in beliebiger Reihenfolge. Man zeige, dass der Grashüpfer seine Sprünge so anordnen kann, dass er nie auf einem Punkt aus M landet.
Ich habe die rumänischen Sieger im TV gesehen. Eine davon hat ein Stipendium für Havard erhalten. Warum ist hier davon nichts zu lesen?
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