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Internationale Deutschlehrertagung mit 3.000 Gästen

Initiative ,Schulen: Partner der Zukunft' zieht erste Bilanz

Mehr zu: Deutsch, Deutschland, Europa, Internationaler Austausch, Weiterbildung
03.08.2009 -

(redaktion/idw) "Deutsche Sprache - schwere Sprache". Wohl kaum ein Klischee über das Deutsche hält sich hartnäckiger als dieses. Und schreckt vermutlich viele Menschen davon ab, Deutsch als Fremdsprache zu lernen. "Dem versucht die Initiative ,Schulen: Partner der Zukunft' etwas entgegenzusetzen", sagt Prof. Dr. Hans Barkowski von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Die 2008 von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ins Leben gerufene Initiative - kurz PASCH - ist ein zentrales Thema der heute beginnenden XIV. Internationalen Deutschlehrertagung (IDT) an der Universität Jena.

Ziel von PASCH ist es, ein weltumspannendes Netz von rund 1.500 Partnerschulen auf allen Kontinenten aufzubauen, an denen Kinder und Jugendliche sich schon frühzeitig mit der deutschen Sprache anfreunden. "Über den Kontakt mit der Sprache wollen wir Interesse und Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft wecken", so Auslandsgermanist Barkowski, der sich als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Goethe-Instituts für PASCH engagiert.

Während der sechstägigen IDT, zu der rund 3.000 Teilnehmer aus aller Welt nach Jena und Weimar gekommen sind, wird nun eine erste Bilanz der Initiative gezogen: Was hat PASCH den Partnerschulen bislang gebracht? Lehrer und Schüler aus Partnerschulen der verschiedensten Regionen der Erde werden über ihren Schulalltag berichten und landesspezifische Projekte bei der Vermittlung des Deutschen vorstellen.

"Auch die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen", kündigt Tagungspräsident Barkowski an. So findet am Donnerstag, 8. August von 16 bis 18 Uhr die öffentliche Podiumsdiskussion "Deutsch global: Die Initiative: ,Schulen: Partner der Zukunft'" statt (Carl-Zeiß-Straße 3, Hörsaal 3).

Als weiteren Schwerpunkt richtet die IDT 2009 den Blick auch auf ein deutsch-deutsches Thema: Im Jahr 20 nach dem Fall der innerdeutschen Grenze fragen Sprach- und Kulturwissenschaftler danach, was sich in Deutschland und seinen europäischen Nachbarn seit 1989 verändert hat und welche Bedeutung dies für die Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache hat.

"Als vor fast 20 Jahren die Mauer fiel, schaute die ganze Welt gespannt auf die beiden deutschen Staaten", erinnert sich Dr. Rainer Bettermann von der Jenaer Universität. "Damals stieg das Interesse an Deutschland und der deutschen Sprache schlagartig an", so der Auslandsgermanist weiter. Das Jubiläum ist für die Auslandsgermanisten nun ein Anlass, auf die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre in ihrem eigenen Fach zurückzublicken. "Dabei geht es uns nicht allein um das Jubiläum, nicht allein um Deutschland, sondern darum, welchen Stellenwert das Thema Mauerfall und Wiedervereinigung für die deutschsprachigen Länder, für Europa und für die Welt der Deutsch Lehrenden und Lernenden hat", macht Dr. Bettermann deutlich.

Heute sind die sozialen und politischen Veränderungen seit dem Fall der Mauer in Deutschland und auch seinen Nachbarstaaten allgegenwärtig. Doch haben sich die Gegensätze wirklich aufgelöst? Leben die Deutschen jetzt ohne Mauern? Dies ist das Thema des Podiumsgesprächs "20 Jahre nach dem Mauerfall - Deutschland von außen", das einen Blick auf die gesamtdeutschen Entwicklungen und ihre nationalen und internationalen Auswirkungen werfen will - am 6. August von 16 bis 18 Uhr in den Hörsaal 1 des Uni-Campus.

Eine weitere öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Integration - ist Sprache alles?" findet ebenfalls am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes statt. Neben dem aktuellen Stand der deutschen Einwanderungspolitik wird es auch um die Erfahrungen der europäischen Nachbarn gehen.

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