Berliner Bezirke wollen mehr Tempo bei Schulreform
Schulen nicht stufenweise zusammenlegen
Mehr zu: Berlin, Gesamtschule, Gymnasium, Hauptschule, Realschule, Schulstruktur, Sekundarschule, Schule(dpa) Berlins Bezirke drücken bei der geplanten Schulreform aufs Gas: Sie wollen Haupt-, Real- und Gesamtschulen zum Schuljahr 2010/11 auf einen Schlag zusammenlegen und nicht stufenweise. Diese Empfehlung an den Senat habe der Rat der Bürgermeister am 20. August einstimmig beschlossen, sagte Lichtenbergs Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich (Linke).
"Wenn wir uns alle ordentlich ins Zeug legen, werden wir die Voraussetzungen schaffen." Der rot-rote Senat plant, im Schuljahr 2010/11 mit dem Umbau der Schulstruktur zu beginnen. Neben das Gymnasium soll dann nach und nach die neue Sekundarschule treten, die alle Abschlüsse einschließlich des Abiturs ermöglicht.
Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) zeigte sich erfreut über die Zustimmung aus dem Gremium, in dem SPD- und Linke-Politiker in der Mehrheit sind. Eindeutig Stellung für oder gegen ein höheres Tempo bei der Schulreform bezog er nicht. "Ein schnellerer aber gemeinsamer Beginn der Umwandlung zu Sekundarschulen hat Vor- und Nachteile – wie ein zweistufiges Vorgehen über mehrere Jahre auch", erklärte Zöllner. Er sei optimistisch, dass die Debatte im Abgeordnetenhaus einen guten Konsens bringen werde. Das Landesparlament soll das Gesetz nach Zöllners Willen noch in diesem Jahr verabschieden, damit das Vorhaben im Zeitplan bleibt.
Anders als die Mehrheit der Bezirksbürgermeister wollen CDU und FDP im Abgeordnetenhaus eher das Tempo drosseln. Es gebe keinen Grund für Hektik, hatten die Oppositionsfraktionen im Vorfeld mitgeteilt. Sie werfen Rot-Rot vor, den Schulumbau aus Furcht vor dem Zorn der Wähler vor dem Abgeordnetenhauswahlkampf im Spätsommer 2011 abschließen zu wollen. Bezirksbürgermeisterin Emmrich sagte, die Reform sei dringend notwendig und jedes Warten gehe zulasten der Schüler. "Außerdem wollen wir eine Art Schülertourismus verhindern, wenn es die eine Realschule noch gibt und die andere nicht mehr." Sie räumte jedoch ein, dass zu Beginn des Schuljahres 2010/11 nicht überall die baulichen Voraussetzungen für die neue Struktur vorlägen. Die Schulreform sieht einen Ausbau der Ganztagsbetreuung vor.
(dpa-Dossier Kulturpolitik 35/24.08.2009)
© 2009 dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH.
Alle Rechte bleiben vorbehalten.
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback