Hamburg beschließt Schulreform
Sechsjährige Primarschule ab 2010
Mehr zu: Grundschule, Gymnasium, Hamburg, Primarschule, Schulgesetz, Schulstruktur, Stadtteilschule, Schule(redaktion) Die Hamburger Bürgerschaft hat am Mittwochabend mit den Stimmen von CDU und Grünen die Änderung des Schulgesetzes beschlossen. Damit werden in Hamburg vom Schuljahr 2010/2011 die bisherigen vierjährigen Grundschulen durch sechsjährige Primarschulen ersetzt.
Daran schließt sich dann ein zweigliedriges Schulsystem aus Stadtteilschule und Gymnasium an. Die Stadtteilschulen werden künftig alle Bildungsabschlüsse bis zum Abitur nach 13 Jahren anbieten. Im Gymnasium wird weiterhin das Abitur nach zwölf Jahren abgelegt.
Die Entscheidung, ob ein Kind auf ein Gymnasium oder eine Stadtteilschule geht, entscheiden die Grundschule verbindlich.
Merkwürdig, dass von dem bevorstehenden Volksbegehren hier nicht die Rede ist, denn nicht alle Eltern und Pädagogen gehen mit der übereilten Schulreform konform. Nach Einführung von G8, von Profiloberstufen, dem aufgesetzten Verschwinden von Hauptschülern binnen kurzer Zeit ist es doch sehr fraglich, ob eine "über's Knie gebrochene" Schulreform nun das Allheilmittel für unsere Bildung ist.
Warum wird nicht ausschließlich in z.B. kleine Klassen und mehr Personal investiert? Und warum soll es hier immer noch Büchergeld geben???
Nun hat der Hamburger Senat sehr schnell abgestimmt - dann kann die Entscheidung ja auch zügig in Medien wie diesen erscheinen. Und viele glauben unkritisch daran, wie schade.
stimme dem obigen Kommentar voll zu. Die Haupt/Realschüler verschwinden ja nicht, die Schule heißt nur anders~ die Probleme,die auch vorher bestanden, gehen mit,verlagern sich nur, wenn sich nicht wirklich in der Qualität des Unterrichtes etwas ändert. Das hätte auch in bestehenden Schulen stattfinden können und vor allem müssen. Sehe das ganze sehr kritisch; es wird viel kosten, viel neue Probleme bringen~ ständig wird an der Schule rumexperimentiert-bin jetzt schon gespannt, wann es denn die nächste Schulreform geben wird. Rein in die Kartoffeln,raus aus den Kartoffeln- warum haben wir uns das Abitur nach 12 Jahren angetan.. meines Erachtens wäre es nötiger gewesen, vor allem mehr Fachleute, mehr Lehrer, Psychologen,Sozialpädagogen etc an die Schulen zu bringen und mehr Förderung anzubieten und.... Schulessen und Lernmaterial kostenlos ! anzubieten- erst dann gäbe es sowas ähnliches wie Chancengleichheit.. es ist mir unverständlich, weshalb dieser Bereich aus der Reform ausgeklammert wurde- auch nur wieder halber Kram! Mit dem Büchergeld holt man sich durch die Hintertür das Schulgeld rein. Die Befreiung von Hartz4/Bafög oder Wohngeldempfängern ist ja ganz schön, aber unzureichend und vor allem ungerecht. Es gibt genug Eltern, die solches nicht beziehen, wo es aber trotzdem hinten und vorne nicht reicht.
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